Du hast eine bestimmte Flasche Wein zu Hause, hättest mega Lust auf ein Glas, lässt sie aber zu, weil du a) nicht die ganze Flasche trinken willst oder b) findest: „Für diese Flasche muss die Stimmung wirklich passen.“ Genau da kommt Coravin ins Spiel. Das ist ein Weinsystem, mit dem du dir ein Glas einschenken kannst, ohne die Flasche richtig zu öffnen und der Rest bleibt noch wochen- bis monatelang gut trinkbar.
Wir haben seit Jahren einen klassischen Coravin zu Hause, nutzen ihn aber viel weniger als wir könnten. Nicht, weil er nicht funktioniert, sondern weil man im Alltag oft bequemer ist als seine technischen Spielzeuge. Gekauft haben wir ihn 2019 für unsere Weinkurse und obwohl wir diese inzwischen nicht mehr anbieten, bleibt so ein teures Teil natürlich im Haus.
In diesem Beitrag zeige ich dir, was Coravin genau macht, wie es funktioniert, für wen es spannend ist und warum so ein Hightech-Gadget trotzdem im Weinregal verstauben kann.
Was ist Coravin überhaupt?
Coravin ist ein System, mit dem du Wein glasweise aus der Flasche holen kannst, ohne den Korken zu ziehen. Statt den Korken rauszuziehen, sticht eine feine Hohlnadel durch den Naturkorken, der Wein läuft durch diese Nadel in dein Glas und ein Schutzgas schaut im Hintergrund, dass der Rest in der Flasche trinkbar bleibt.
Gedacht ist Coravin vor allem für Menschen, die
hochwertige Weine nicht an einem Abend trinken wollen
mehrere Weine gleichzeitig offen haben möchten (Degustationen, Foodpairing, Ausbildung, Content)
neugierig sind, wie sich ein Wein über längere Zeit entwickelt, ohne gleich mehrere Flaschen kaufen zu müssen
Aus dem ursprünglichen „Nadel durch Kork“-Gadget ist inzwischen eine kleine Produktwelt geworden. Systeme für Kork, Lösungen für Schraubverschlüsse und sogar ein System für Schaumwein.
Die Technik: eine Nadel, ein Korken und viel (unsichtbares) Gas
Das Herz von Coravin ist erstaunlich unspektakulär: eine Nadel. Sie wird auf den Flaschenhals gesetzt, durch den Korken gedrückt und verbindet die Flasche mit deinem Glas. Beim Ausschenken passieren zwei Dinge gleichzeitig:
1 Wein fliesst über die Nadel in dein Glas. 2 Ein Gas (meist Argon) wird in die Flasche gepresst und ersetzt die Menge Wein, die du rausgeholt hast.
Die 3 Coravin-Systeme im Überblick
Coravin ist inzwischen eine kleine Familie, es gibt für fast jeden Wein-Menschen ein passendes Modell.
Timeless: der klassische Coravin
Timeless ist das System, an das die meisten denken, wenn sie Coravin hören, dieses Modell steht auch seit Jahren bei uns.
Die Nadel sticht direkt durch den Naturkorken.
Der Korken bleibt in der Flasche.
Argon ersetzt den entnommenen Wein, die Flasche bleibt (bei vernünftiger Lagerung) über lange Zeit stabil.
Für das Timeless System gibt es auch Schraubverschluss-Sets dazu. Die haben einen Silikonstopfen, der Wein kann so gleich behandelt werden, wie einer mit Korken.
Dass wir unseren Timeless nicht so oft benutzen, wie wir könnten, zeigt vor allem eines, man greift im Alltag schnell zum vertrauten Korkenzieher, obwohl man es nicht müsste. Der Autopilot „Flasche auf – zack“ sitzt einfach tief.
Der Coravin Timeless in Action.
Pivot+: für Flaschen mit Schraubverschluss und Alltagsweine
Pivot ist die pragmatische (und auch günstigere) kleine Schwester:
Die Flasche wird normal geöffnet.
Ein spezieller Stopfen kommt sofort in den Flaschenhals.
Über das Pivot-Gerät wird beim Einschenken Argon in die Flasche gegeben.
Der Wein bleibt damit nicht jahrelang frisch, aber deutlich länger trinkbar als mit einem simplen Stopfen, häufig so um die 4 Wochen. Ideal für Alltagsweine, Weine mit Schraubverschluss oder für Haushalte, in denen „ein Glas“ tatsächlich ein Glas bedeutet. Meine Schwägerin ist da das perfekte Beispiel, sie trinkt gerne Wein, aber wirklich nur ein Glas und öffnet deshalb keine ganze Flasche nur für sich. Ich muss ihr bei Gelegenheit vom Pivot+ erzählen.
Sparkling: Schaumwein, der die Bubbles behalten will
Schaumwein ist ein Sonderfall, weil es hier nicht nur um Oxidation geht, sondern auch um Druck und Perlage.
Coravin Sparkling löst das so:
Ein spezieller Verschluss wird auf die geöffnete Flasche gesetzt.
Mit einer CO₂-Kartusche wird die Flasche wieder unter Druck gesetzt, damit Kohlensäure und Druck länger halten.
Damit kannst du Champagner, Cava oder Prosecco über mehrere Tage bis Wochen trinken, ohne dass Tag zwei sich anfühlt wie: „Upsi, ich habe die Flasche in der Küche vergessen und jetzt ist es nur noch trauriger Perlwein.“
Das Gas: unsichtbarer Bodyguard für deinen Wein
Ohne Gas wäre Coravin einfach nur ein sehr ambitionierter Korkenzieher.
Bei Stillwein (Timeless, Pivot+) verwendet Coravin in der Regel Argon. Argon ist schwerer als Luft, geschmacksneutral, farblos und reagiert nicht mit dem Wein. Es legt sich wie eine unsichtbare Schutzschicht auf die Oberfläche und hält Sauerstoff auf Abstand.
Bei Schaumwein (Sparkling) kommt CO₂ zum Einsatz. Das sorgt für Druck in der Flasche und hilft, die Perlage zu erhalten, also genau das, was wir am Glas Bubbles so lieben.
Was Coravin dir im Weinalltag bringt
Wenn du Coravin bewusst einplanst, hat er ein paar ziemlich starke Joker im Ärmel.
Freiheit im Glas Du musst nicht mehr überlegen: „Lohnt sich die Flasche heute wirklich?“ Du kannst dir einfach ein Glas einschenken und den Rest für später lassen. Später kann ein paar Tage, Wochen oder auch deutlich länger bedeuten, je nach Wein und Lagerbedingungen.
Mehr Weine parallel, kein Reste-Drama Für Degustationen, Foodpairing oder Sensorik-Übungen ist Coravin extrem praktisch. Mehrere Weine parallel im Glas, ohne dass du am Ende fünf halboxidierte Restflaschen im Kühlschrank hast, die niemand mehr wirklich trinken mag.
Entspannter Umgang mit teuren Flaschen Eine grossartige Flasche muss nicht mehr nur „für einen besonderen Anlass“ herhalten. Du kannst dir ein Probierglas ziehen, schauen, wo der Wein in seiner Entwicklung steht, und die Flasche danach wieder in den Weinkühlschrank oder ins Regal stellen. Das nimmt viel Druck aus der Frage „Heute oder nie“.
Gold für Content, Schulung und Storytelling Für Bloggerinnen, Sommeliers und Trainerinnen ist Coravin ein Kreativ-Tool. Du kannst denselben Wein über Monate begleiten, Reifestufen dokumentieren, verschiedene Foodpairings testen, alles mit einer einzigen Flasche. In der Praxis heisst das, mehr Material für Tastings, Posts, Reels und Newsletter, ohne jedes Mal eine neue Flasche zu opfern.⠀
Die Grenzen: Was Coravin nicht kann
So clever das System ist, es ist keine Zauberei, sondern Physik plus äs bizzi menschliche Realität.
Kork bleibt Diva Coravin ist für Natur- und Presskork optimiert. Bei sehr alten, bröseligen Korken oder synthetischen Verschlüssen kann die Dichtigkeit eingeschränkt sein. Manchmal entscheidet also nicht die Technik, sondern der Zustand des Korkens.
Schraubverschlüsse brauchen Extras Für Schraubverschlüsse gibt es spezielle Adapter oder den Pivot+. Das funktioniert, ist aber zusätzlicher Aufwand und alles, was extra Aufwand ist, wird im Alltag gerne ignoriert.
Kosten – Gerät und Kapseln Ein Coravin-System ist eine Investition, dazu kommen laufend Kapseln. Wenn man dann merkt, dass man es eigentlich viel öfter nutzen könnte, aber oft doch den klassischen Korkenzieher nimmt, zeigt das, Coravin will bewusst in den Alltag integriert werden, sonst bleibt es ein Luxus-Tool im Hintergrund.
Komfortzone Korkenzieher Wir haben seit Jahren einen klassischen Coravin und trotzdem öffnen wir viele Flaschen ganz normal. Warum? Gewohnheit. „Kurz schnell“ eine Flasche aufmachen geht halt immer. Dazu kommt, es braucht ein kleines Ritual, um den Coravin wirklich einzusetzen.
Für wen lohnt sich Coravin also?
Coravin macht besonders dann Sinn, wenn du dich in mindestens einem dieser Punkte wiederfindest:
du trinkst regelmässig hochwertige, lagerfähige Weine
du hast Lust, mehrere Weine parallel offen zu haben (privat oder beruflich)
du beschäftigst dich gerne mit Reife, Jahrgängen und Stilistik über längere Zeit
du arbeitest mit Wein in Kommunikation, Schulung oder Content und möchtest aus einer Flasche viele Geschichten ziehen
Wenn du hauptsächlich unkomplizierte Alltagsweine trinkst, die sowieso am selben Abend verschwinden, oder wenn du weisst, dass du technische Tools nur kurz enthusiastisch nutzt und dann vergisst, kannst du ganz entspannt beim klassischen Korkenzieher bleiben.
Fazit: Kein Wunderstab, aber ein Tool mit Potenzial
Coravin verändert nicht den Wein selbst, sondern unseren Umgang mit Flaschen. Statt „Ganz oder gar nicht“ wird „Ein Glas jetzt, der Rest später“ zur realistischen Option und das macht vieles entspannter, beim Geniessen, beim Vergleichen und beim Lernen.
Unser eigenes Fazit nach einigen Jahren mit einem klassischen Coravin im Haus, das System ist genial, wenn man es bewusst in den Weinalltag einbaut. Es ist aber kein Selbstläufer. Zwischen „Wir könnten den Coravin viel öfter nutzen“ und „Wir tun es tatsächlich“ liegt oft nur ein kleiner Griff zum Gerät.
Und nachdem ich mich für diesen Mittwochsblogpost nach langer Zeit wieder mal in die Welt des Coravins gestürzt habe, wird unserer zukünftig definitiv mehr zum Einsatz kommen.
Und du? Vielleicht hast du jemanden im Freundeskreis oder in der Familie, für den ein Coravin Timeless oder Pivot+ das perfekte Geschenk wäre – inklusive Einladung auf genau ein Glas Wein.
Manchmal weiss man schon im ersten Moment: der hier wird lustig.
So passiert bei unserem Besuch in der Tonnellerie Sother. Zwischen all den Flaschen stand er plötzlich da, violett, frech, ein bisschen zu laut für einen klassischen Rosé. Und genau deshalb perfekt. Rémi grinste nur und meinte, man müsse Wein nicht immer so ernst nehmen. Schon gar nicht diesen hier. Pool, Sonne, Freunde, fertig.
Ja gut. Überredet. Wir haben die Flasche auch noch eingepackt.
Zuhause dann der nächste «Moment»: «Servir bien frais avec des glaçons!» Eiswürfel. Im Wein. Natürlich haben wir das ausprobiert. Und ja, genau so funktioniert er.
Bacchus Wave
100% Pinot Noir
Alkohol: 13% Farbe: Irgendwo zwischen «was passiert hier?» und «ich will Sommer».
Nase: Die volle Ladung Frucht, mit Waldbeeren, Himbeeren, Sauerkirschen. Alles sehr rosétypisch, aber irgendwie mit mehr Augenzwinkern. Mund: leicht, verspielt, unkompliziert. Kein grosses Nachdenken, kein Analysieren. Einfach trinken und merken: das macht gerade ziemlich viel Spass.
Und dann kam der Punkt, an dem wir offiziell alle Degustationsregeln gebrochen haben: Chips und Erdnüssli. Noch nie gemacht. Aber dieser Wein hat förmlich danach geschrien. Und plötzlich sassen wir da, mit Glas, Snacks und einem breiten Grinsen im Gesicht.
Diese Geschichte bringt er mit:
Stell dir das nicht einfach vor, geh kurz rein.
Später Nachmittag, die Hitze hängt noch in der Luft, so diese schwere Sommerwärme, die alles ein bisschen langsamer macht. In der Ecke steht ein viel zu grosser Eimer, randvoll mit Eis. Darin ein paar Flaschen Bacchus Wave, beschlagen, fast schon am Schwitzen. Daneben irgendwo noch Bierflaschen, halb vergessen.
Die ersten sind schon im Pool. Andere sitzen am Rand, Füsse im Wasser, Glas in der Hand. Niemand fragt, ob das jetzt «richtig» ist. Niemand diskutiert über Aromatik oder Struktur. Bikini, Shorts, nackte Schultern, fertig. Die Musik läuft. Reggae, aber nicht zu clean, eher so ein moderner Mix mit Beat, der hängen bleibt. Einer dreht ein bisschen lauter, keiner beschwert sich. Irgendwo wird gelacht, irgendwo plätschert Wasser, irgendwo klirren Eiswürfel im Glas.
Und genau da kommt der Bacchus Wave ins Spiel.
Eingeschenkt, eiskalt, mit ein paar Eiswürfeln drin. Jepp, genau so! Kein grosses Zögern mehr. Einfach machen. Der erste Schluck, und du bist nicht mehr Beobachter. Du bist mittendrin.
Der Wein wird Teil der Stimmung. Oder vielleicht ist er sogar der Auslöser. Gespräche werden lauter, Bewegungen lockerer, alles wird ein bisschen egaler, im besten Sinn. Keiner will beeindrucken. Keiner will bewerten. Es geht einfach nur darum, dass es sich gut anfühlt.
Wir hatten übrigens beim Degustieren «Fun, Fun, Fun» von den Beach Boys laufen. Und sagen wir es so: sitzen bleiben war komplett unrealistisch. Irgendwann standen wir am Tisch und haben mitgesungen und getanzt.
Der Bacchus Wave ist kein Wein für lange Diskussionen oder Punktebewertungen. Er ist für genau diese Momente.
Hitze auf der Haut. Freunde um dich herum. Musik, die nicht aufhört. Ein Glas in der Hand, Eiswürfel, die leise klirren.
Und dieses Gefühl: genau jetzt ist alles richtig.
Bekommst du direkt bei Sother – online oder am besten gleich vor Ort. Macht definitiv mehr Spass.
Und was natürlich nicht fehlen darf? Der passende Song!
Ist dir die Schweizer Garde ein Begriff? Tief in meinem Herzen hoffe ich das. Denn seit 1506 beschützen sie den Papst im Vatikan und dafür muss man wirklich kein Katholik sein, um das beeindruckend zu finden. Als stolze Schweizer finden wir, dass man die einfach kennen sollte.
Guardia Svizzera Pontificia Wein im Glas
Mit gerade mal 135 freiwilligen Schweizern – alle katholischen Glaubens – ist sie die kleinste Armee der Welt. Aber unterschätze sie nicht! Top trainiert, hochdiszipliniert und immer auf Zack. Ihre farbenprächtigen Uniformen sind nicht nur Tradition, sie stehen für Beständigkeit, Loyalität und eine Geschichte, die über 500 Jahre zurückreicht.
Was viele nicht wissen, diese Geschichte wird auch im Glas weitererzählt.
Die Tenuta San Giorgio in der Toskana, ist seit 2010 offizieller Weinlieferant der Päpstlichen Schweizergarde. Die Verbindung entstand mit dem Jahrgang 2005 ihres Ugolforte und passt fast schon poetisch gut. Der Namensgeber des Weinguts ist der Heilige Georg, Sinnbild für Mut, Tugend und den Sieg des Guten über das Böse. Werte, die auch die Garde seit Jahrhunderten verkörpert.
Seither entstehen hier Weine, die der Schweizergarde gewidmet sind, gedacht für offizielle Anlässe und besondere Momente. Keine Massenware, sondern flüssige Symbolik.
Und genau so eine Flasche steht heute im Fokus unserer Freitagsflasche. Fast eine Rarität, nicht gemacht für die breite Masse, sondern für Bedeutung.
Guardia Svizzera Pontificia 1506
Tenuta San Giorgio Toscana IGT
Traubensorte: 100% Vermentino
Alkohol: 13% Farbe: Strohgelb
Nase: Birne, Holunderblüten, Banane, grüne Chrosle, Zitrusfrüchte. Mund: Frisch und strukturiert, zitronig und mineralisch. Klar, geradlinig, „senza fronzoli“. Und mit beeindruckender Persistenz. Ein Wein, der nach Küste ruft, nach Fisch, Meeresfrüchten, Apéro, jungem Pecorino und grünen Oliven.
IGT bedeutet übrigens „Indicazione Geografica Tipica“. Heisst konkret, die Trauben stammen aus der Region – hier Toscana – und der Winzer geniesst mehr Freiheit in der Stilistik, als bei einem DOC oder DOCG.
Vermentino ist vermutlich ein Verwandter der Malvasia und kam im Mittelalter aus Spanien nach Italien. Die Sorte liebt die Nähe zum Meer und genau das schmeckt man, Frische, Salz, Wind. Ein Wein, der jung getrunken werden will und genau darin glänzt.
Diese Geschichte ist seine
Dieser Vermentino ist kein lauter Wein. Er ist Haltung. Er steht im Glas wie ein Gardist im Dienst, aufrecht, klar, präsent. Sein Schimmer erinnert an den polierten Brustpanzer in der Sonne des Vatikans. Seine Frische ist präzise wie ein Kommando, seine Mineralität schnörkellos wie die Pflicht. Und dann setzt er Akzente, spitz, direkt, fast wie die Klinge einer Hellebarde.
Da ist jedoch auch die andere Seite, ruhig, kontrolliert, würdevoll. Kein Muskelspiel, kein Übertreiben. Einfach Präsenz. Genau wie im Gesicht eines Gardisten, freundlich, bestimmt, unerschütterlich. Ein Wein, der nicht gefallen will, sondern überzeugt. Der nicht laut ist, sondern bleibt.
Seit meinen 13 Jahren, die ich in der Toscana gelebt habe, bin ich ein grosser Vermentino-Fan. In der Schweiz habe ich lange keinen gefunden, der mein Herz wirklich erreicht. Bis jetzt.
Wenn du also noch nicht weisst, was Vermentino kann, tu dir selbst einen Gefallen und öffne diese Flasche. Du bekommst keine Interpretation. Du bekommst Charakter. Und vielleicht genau den Moment, in dem du diese Rebsorte verstehst.
Du findest ihn übrigens ganz unkompliziert bei Coop.
Und wie immer, habe ich einen Song für diesen Wein kreiert. Und dem
Kaum im Regal, haben wir eine Flasche der young poets Weine erwischt. Unser Coop in Avenches hatte allerdings nur den Rosé im Gestell. Ich wollte unbedingt einen davon degustieren – egal welchen – und so landete der AlldayRSÉ im Einkaufswagen. Das Resultat war überraschend anders, als erwartet.
Vieles am young-poets-Konzept finden wir ziemlich gelungen, die Etiketten mit ihren Wortspielereien, die Tatsache, dass ausschliesslich junge Winzer und Winzerinnen mit Können dahinterstehen und dass pro verkaufte Flasche ein Beitrag in die Förderung lesender Kinder fliesst.
AlldayRSÉ 2025 von young poet Henry Grosjean
Oeil de Perdrix | 100% Pinot Noir Neuchâtel AOC
Alkohol: 13% Farbe: Helles Apricot
Nase: Chrosle (Stachelbeere), Erdbeeren, Aprikosen, Holunderblüten, dazu ein Hauch Feige und etwas Honig. Mund: Eine richtig schöne Säure, erfrischend fruchtig, mineralisch und erstaunlich lang anhaltend. Fast eine perlende Frische. Top zum Apéro und wir sind überzeugt, dass der Wein richtig viel „beissen“ kann. Ich würde ihn zum Beispiel sehr gern zu einem guten Vitello tonnato probieren, Serge eher zu einem Rindstatar.
Ein mega fröhlicher Wein von der Neuenburger Côte, also aus der Westschweiz, wo das savoir vivre gang und gäbe ist, super spürbar im Glas. Wir haben ihn unter anderem gekauft, um ihn auf Herz und Nieren zu testen: Ist das nur ein witziger Marketinggag oder kann der wirklich etwas? Und? Der kann extrem viel! Rosé-Skeptiker aufgepasst: greift zu und lasst nichts anbrennen.
Erinnerungen im Glas
Irgendwie erinnert er mich an die viereckigen Hochzeitstäfeli aus meiner Kindheit, die es jeweils gab, wenn in der reformierten Kirche im Quartier eine Hochzeit stattfand. Wir Kinder standen damals immer schon lange vorher Spalier, nervös und voller Vorfreude, nur um ein paar dieser Täfeli zu ergattern.
Der AlldayRSÉ kommt poppig, jung und zeitgemäss daher. Frisch, für alle Jungen und alle, die im Herzen jung geblieben sind und einfach Spass haben wollen. Bravo!
Diese Geschichte ist seine:
Die Flasche selbst ist reines Storytelling, vom Schraubverschlussdeckel über die Vorderetikette bis zur Rückseite. Mit Herzfreude gemacht. Der Wein füllt die Lücken, die Pausen und belebt gute Gespräche.
Erinnerst du dich noch an den Vibe nach einem Sommergewitter? Nasser Asphalt, grosse Pfützen? So ungefähr fühlt sich dieser Wein an. Man hat ein Glas AlldayRSÉ in der Hand und hüpft lachend und jubelnd durch die Pfützen.
Einen Nachteil hat die Flasche allerdings: Sie ist viel zu schnell leer!
Was hinter young poets steckt
Young poets ist kein klassisches Weingut, sondern ein freches Weinlabel. Erfinder und Gründer ist Eliah Philipp Werner, der mit talentierten Jungwinzer und Jungwinzerinnen zusammenarbeitet. Die Idee: Weine, die unkompliziert Spass machen, aber von Menschen stammen, die ihr Handwerk wirklich beherrschen. Statt staubiger Tradition im Vordergrund gibt es Neugier, Experimentierfreude und ein zeitgemässes Verständnis von Genuss, ganz nach dem Geschmack eines Weinweibs.
Auffällig sind nicht nur die Namen und Etiketten mit ihren Wortspielen, sondern auch der Anspruch, Wein zugänglich zu machen, ohne dass man vorher ein Weinlexikon studieren muss. Die Flaschen sprechen eine Sprache, die man versteht, frech, direkt, mit Humor und viel Lust auf Storytelling. Genau dort trifft sich das young-poets-Konzept wunderbar mit meinem Weinweib-Ansatz: Wein ernst genug nehmen, um Qualität zu verlangen, aber sich selbst dabei bitte nicht zu ernst.
Obendrauf hat das Ganze noch eine soziale Note. Mit jeder Flasche wird die Leseförderung von Kindern unterstützt – young poets eben. So verbindet die Marke Genuss im Glas mit einem kleinen Beitrag dazu, dass die nächste Generation ihre eigene Poesie entdeckt. Für mich als Weinweib ist das die Sorte Projekt, bei der Marketing, Haltung, Inhalt und ein guter Schluck so zusammenkommen, dass man am Ende einfach nur sagen kann: passt.
Das Frühsommerwetter zeigt sich gerade eher von der frischen, „zieh dir noch was an“-Seite statt von der heiss-und-wohlig-Fraktion. Also gibt es heute nochmal einen Rotwein.
Wie du vielleicht weisst, habe ich 13 Jahre in der Toskana gelebt und dort Weindegustationstouren durchgeführt. Eines der Weingüter auf meinem fixen Programm: Carpineto. Es liegt bei Dudda (Gemeinde Greve in Chianti), an der SP16 Chianti - Valdarno, ziemlich genau dort, wo die Postkartenmotive wohnen.
An meinen ersten Besuch erinnere ich mich noch gut. Familiengeführt, Degustationsraum gleich neben dem Büro, mitten in den Rebbergen und alle einfach unglaublich herzlich. Sie haben mich und meine Gäste immer mit offenen Armen empfangen und mir so sehr vertraut, dass ich die Degustationen oft alleine durchführen durfte.
Schon damals gab es eine Auswahl ihrer Weine bei Denner und zu unserem Glück ist das heute noch so. Da wir gefühlt seit einer halben Ewigkeit keinen Chianti Classico Riserva mehr im Glas hatten, war klar, der muss mit:
Chianti Classico Riserva 2020 DOCG
Traubensorten: Sangiovese (mind. 80%), Canaiolo
Alkohol: 14% Farbe: Granatrot
Nase: Waldbeeren, Veilchen, rote Kirschen, ein Hauch grüne Peperoni, dazu Leder, Zeder und etwas Lakritze. Mund: Dieser typische Sangiovese-Punch! Saftige Säure, griffige, aber wunderbar eingebundene Tannine. Fruchtig, langanhaltend und herrlich unkompliziert, ein Sangiovese ohne Schnickschnack, aber mit Charakter. Er kann alles: vom Apéro mit Fleisch über geschmorte oder grillierte Gerichte (Wildschwein, Rind oder Schwein – such dir was aus) bis hin zum Käseplättli am Ende vom Znacht. Ein echter Allrounder mit Stil.
Und genau diese Geschichte erzählt er
Der Abend senkt sich langsam über den Rebberg. Die Arbeit ist getan, Ruhe kehrt ein. Die letzten Mitarbeiter schlendern zwischen Keller und einer rustikalen Pergola hin und her. Darunter ein grosser, handgezimmerter Holztisch, der schon viele Geschichten gehört hat. Jemand entfacht ein Feuer für später.
Man setzt sich. Zufrieden. Ein bisschen müde, aber auf die gute Art. Auf dem Tisch stehen Antipasti, toskanisches Brot, einfache, leckere Köstlichkeiten. Und natürlich Wein. Es wird gelacht und über Gott und die Welt diskutiert. Und vielleicht auch darüber, warum alkoholfreier Wein im Chianti Classico ungefähr so gut ankommt wie Ananas auf der Pizza.
In vino veritas!
Mit Caterina Sacchet, der Kellermeisterin, hatte ich immer besonders spannende Gespräche. Sie erzählte mir z.B. vom Druck kurz vor der Lese. Sangiovese reift spät, die Ernte beginnt meist erst Ende September, genau dann, wenn es im Chianti Classico gerne mal ausgiebig regnet. Der Blick auf die Wetterprognose wird da schnell zur täglichen Nervenprobe. Oder auch was es alles braucht an Handwerk, Wissen, anstrengender Arbeit, Energie, bis eine Flasche Wein konsumfertig beim Kunden auf dem Tisch steht.
Als wir diese Freitagsflasche geöffnet und mit der Degustation begonnen haben, war das für mich ein bisschen wie Heimkommen. Nur ohne den Koffer zu packen.
Toskana im Glas, der Song zur Freitagsflasche
Zu dieser Freitagsflasche gibt es nicht nur den obigen Blogpost, sondern gleich auch Musik. „Toskana im Glas“ ist mein kleiner Wein-Jazz-Ausflug: inspiriert vom Chianti Classico Riserva 2020 von Carpineto, von meinen Jahren in der Toskana und von all den Abenden zwischen Rebberg, Pergola und Znacht am Tisch. Ton an, Glas füllen und eintauchen.
Wein degustieren klingt immer ein bisschen nach Prüfungssituation: Weisse Tischdecke, ernste Gesichter, jemand schwenkt das Glas und murmelt etwas von „schwarze Kirsche“ und du denkst dir: „Ähm… ich rieche… Wein?“
Entspann dich. Fehler gehören beim Degustieren genauso dazu wie Weinflecken zu weissen Hosen. Und das Beste: Die meisten dieser Fehler sind komplett unnötig und lassen sich mit ein paar einfachen Kniffen vermeiden.
Hier kommen fünf typische Fehler, die ich bei Degustationen immer wieder sehe (oder gesehen habe), und wie du sie ab heute ganz locker umschiffst.
Fehler 1: Deine Sinne sind im Off. Kaffee, Zigaretten, Zähneputzen & Parfum
Du stehst vor deinem Glas, schaust (auch) ernst, nimmst einen Schluck… und alles wirkt bitter oder kantig. Oder du riechst nur „irgendwas Frisches“, aber keine Weinaromen.
In den allermeisten Fällen ist nicht der Wein schuld, sondern das, was du kurz vorher getrunken, geraucht oder angesprüht hast.
Was den Mund ruiniert: Kaffee, Zigaretten, Zähneputzen
Alles, was direkt durch den Mund geht, beeinflusst zuerst Zunge und Gaumen, also das, was du schmeckst:
Kaffee und Espresso legen einen kräftigen Film auf die Zunge, der feine Aromen überdeckt und bei vielen Weinen die Bitterstoffe in den Vordergrund schiebt.
Zigaretten betäuben den Gaumen und lassen Weine härter, bitterer oder flacher wirken.
Zähneputzen, vor allem mit sehr frischer Zahnpasta, kann Säure völlig überbetonen, plötzlich wirkt ein eigentlich harmonischer Wein nur noch sauer und unangenehm.
Ergebnis: Der Wein schmeckt „schräg“, obwohl mit ihm alles in Ordnung wäre, deine Geschmacksknospen sind einfach noch im falschen Film.
So machst du es besser:
Ungefähr 2 Stunden vor dem Degustieren keinen Kaffee mehr trinken, nicht rauchen, keinen Chätschgumi kauen und die Zähne nicht direkt davor putzen.
Wenn du doch frisch geputzt hast: Ein Glas Wasser trinken, kurz warten, dann erst an den Wein.
Zwischen verschiedenen Weinen immer wieder Wasser trinken und, wenn nötig, ein Stück neutrales Brot essen, um den Mund zu neutralisieren.
Was die Nase blockiert: Parfum & Co.
Alles, was du dir auf die Haut sprühst oder schmierst, arbeitet direkt gegen das, was du riechen willst: den Wein.
Parfum, Aftershave, stark duftende Handcreme oder Haarspray legen eine intensive Duftwolke um dich herum.
Dein Gehirn ist so sehr mit dieser Duftwolke beschäftigt, dass die feinen Weinaromen im Glas schlicht auf der Strecke bleiben.
Besonders heikel ist das in kleinen Räumen oder wenn mehrere Personen stark parfümiert degustieren, dann riecht man zuerst alles Mögliche, aber kaum noch Wein.
So machst du es besser:
Vor einer Degustation am besten kein Parfum/Aftershave nutzen.
Hände möglichst ohne stark parfümierte Creme lassen, dein Glas wird in unmittelbarer Nähe sein.
Für professionelle Degustationen gilt: immer neutral riechen als wie eine Parfümerie.
Kurz gesagt: Was in den Mund kommt, beeinflusst Geschmack und Bitterkeit; was du dir auf die Haut sprühst, klaut dir die Weinaromen in der Nase. Beides lässt sich mit ein bisschen Planung ganz leicht vermeiden und plötzlich ist im Glas viel mehr los, als du vorher dachtest.
Fehler 2: Falsche Reihenfolge. Wenn der Wein nach „nichts“ schmeckt.
Ein Klassiker bei privaten Degustationen: Man beginnt „mit dem Besten“, also mit dem schwersten, gereiften Rotwein und wundert sich danach, warum der zarte Weisswein so sauer und dünn wirkt.
Deine Geschmacksknospen sind nicht doof, aber sie sind leicht überfordert. Wenn du zuerst einen kräftigen, tanninreichen Rotwein degustierst, hat alles was danach kommt, es sauschwer: Der Eindruck im Mund ist noch da, die Zunge müde, und der arme leichte Wein muss direkt nach einem Schwergewicht in den Ring.
Merke dir für die Reihenfolge:
hell vor dunkel: Weisswein → Rosé → Rotwein
leicht vor kräftig: schlanke, frische Weine vor den „Muskelpaketen“
trocken vor süss: erst die trockenen, am Schluss süssere Weine
jung vor gereift: junge, frische Weine vor gereiften mit tertiären Aromen
So machst du es besser:
Stell dir deine Degustation wie eine Playlist vor: Du fängst ja auch nicht mit Heavy Metal an, wenn danach noch eine dezente Jazz-Ballade kommen soll.
Wenn du unsicher bist, sortiere zuerst nach Farbe, dann nach Alkoholgehalt/Intensität (Etikett hilft!) und stell süssere Weine ans Ende.
Fehler 3: Das Glas falsch nutzen. Handwärmer statt Weingenuss.
Weinglas ist Weinglas – Hauptsache irgendwas mit Stiel? Leider nein.
Es gibt zwei sehr beliebte Fehler:
1. Am Kelch anfassen Das sieht zwar dramatisch aus, wenn man das Glas so richtig packt, ist aber aus zwei Gründen suboptimal:
Du wärmst den Wein mit deiner Hand auf.
Du hinterlässt Fingerabdrücke, und die Farbe wirkt im Glas weniger schön.
2. Farbe im falschen Licht beurteilen
Wein „gegen das Licht“ oder vor einem dunklen Hintergrund zu beurteilen, ist ungefähr so sinnvoll, wie im Keller nach deinem Sonnenbrand zu suchen. Du erkennst weder Klarheit noch Farbnuancen richtig.
So machst du es besser:
Fasse das Glas am Stiel an. Da gehört die Hand hin. Punkt.
Um die Farbe zu beurteilen, halte das Glas leicht schräg über einen weissen Untergrund (Serviette, Tischtuch, Blatt Papier). Und schau von oben herab rein.
Füll das Glas nicht zu voll – maximal ein Drittel – so kannst du schwenken, ohne gleich den Tisch neu zu dekorieren.
Klingt pedantisch, macht aber in der Praxis einen erstaunlichen Unterschied und du wirkst nebenbei auch noch ziemlich professionell.
Fehler 4: „Schnell mal probieren“. Keine Zeit lassen.
Manchmal läuft eine Degustation so ab: Schluck – „Naja, geht so!“ – nächster Wein.
Das ist ungefähr so, als würdest du in einer Galerie im Laufschritt an jedem Bild vorbeirennen und hinterher sagen: „Kunst ist nicht meins.“
Wein braucht ein bisschen Zeit. Der erste Eindruck ist spannend, aber selten komplett. Viele Weine verändern sich innerhalb von ein paar Minuten im Glas, öffnen sich, zeigen andere Aromen, werden harmonischer.
So machst du es besser:
Nimm dir mindestens zwei Schlucke Zeit, besser drei:
Der erste ist zum Ankommen und Mund ausspülen, der darf ruhig noch etwas bitter wirken.
Beim zweiten kannst du bewusst darauf achten, was im Mund passiert.
Beim dritten weisst du dann, was dir der Wein erzählen will.
Riech zwischendurch immer wieder ins Glas, auch nach dem ersten Schluck, oft zeigen sich neue Noten erst nach ein paar Minuten.
Probier am leeren Glas zu riechen, also wenn du ausgetrunken hast. Da verstärken sich gewisse Aromen und du entdeckst plötzlich Dinge, die dir vorher entgangen sind.
Degustieren ist kein Wettrennen. Wenn du dir erlaubst, bei einem Wein mal ein bisschen länger zu bleiben, wird er dich oft mit einer Geschichte belohnen.
Fehler 5: Degustieren als Prüfung statt Spiel
Der vielleicht grösste Spassverderber ist die Idee, es gäbe eine „richtige“ Antwort.
Du hast ein Glas in der Hand, jemand fragt: „Und, was riechst du?“ und du denkst panisch: „Ich sage lieber nichts, bevor ich mich blamiere.“
Hier die befreiende Wahrheit: Es gibt kein Richtig oder Falsch. Dein Geruchsgedächtnis ist so individuell wie dein Browser-Verlauf. Wenn dich ein Wein an nassen Kies, den Garten deiner Grossmutter oder den Schrank im Ferienhaus erinnert, wunderbar!
So machst du es besser:
Sieh Degustieren als Spiel, nicht als Test. Du kannst nur gewinnen. Entweder entdeckst du etwas oder du weisst, was dir nicht gefällt.
Denk in grossen Kategorien, bevor du dich verrennst:
Riechst du eher Frucht, Blume, Gewürz, Erde, Holz?
Ist der Wein eher frisch/knackig oder weich/schmelzig?
Sprich laut aus was dir in den Sinn kommt, auch wenn es „grüner Apfel mit Zitrone“ oder „Keller nach Regen“ ist. Je mehr du das übst, desto klarer wird deine Wahrnehmung.
Wein soll dir Freude machen, nicht deinen Puls in die Höhe treiben.
Und jetzt du. Lust auf ein kleines Wein-Experiment?
Wenn du diese fünf Fehler im Hinterkopf behältst, bist du schon deutlich näher an einer „Profi-Degustation“ als du denkst. Ganz ohne komplizierte Fachbegriffe oder Angst vor dem nächsten Glas Wein.
Mein Vorschlag für dein nächstes Wine-Date mit dir selbst oder mit Freund:innen:
1. Such dir 3 Weine aus: die sich klar unterscheiden (z.B. ein frischer Weisswein, ein Rosé, ein leichter Rotwein).
2. Achte bewusst auf:
Vorbereitung (keine Nasen- und Zungen-Killer)
Reihenfolge (hell → dunkel, leicht → kräftig)
Glas (am Stiel halten, weisser Untergrund)
Zeit (zwei, drei Schlucke, zwischendurch riechen)
Spiel (laut aussprechen, was dir einfällt).
Falls du jetzt richtig auf den Geschmack gekommen bist: In meinen ausführlichen Beiträgen zur Degustation und zu Aromen zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du deine Nase trainierst, Weine sicher beschreibst und typische Aromen immer schneller erkennst – ganz ohne Prüfungsstress, dafür mit umso mehr Genuss.
Du findest dort praktische Übungen, wie Wein richtig degustiert wird. Hier Teil I und hier Teil II
Juhu, fast geschafft! 🥂 Schau jetzt schnell in dein Postfach – da wartet eine E-Mail, die nur darauf brennt von dir bestätigt zu werden. Klick drauf und schon bist du offiziell Teil der „Weinmomente“-Crew. Prost auf viele genussvolle News! 🍷