Wir wissen nicht mehr, wo wir diese Flasche Wein gekauft, oder ob wir sie als Geschenk erhalten haben. Meiner Meinung nach habe ich den im Coop aus dem Regal geholt, finde ihn aber online nicht. Peinlich ich weiss, aber so ist das Leben, wenn du viele Flaschen Weine degustierst.
Nun denn! Dieser leckere Tropfen hat auch hinhalten müssen, um den Coravin (wieder) zu testen. Darüber gibt es übrigens einen Mittwochsblogpost. Und damit das jetzt nicht eine Litanei wird, geht es gleich los mit den ganzen Deugnoten für diesen phantastischen Rotwein.
Gourmandise 2023
Beaumes de Venise Appellation Beaumes de Venise Controllée
Nase: Zwetgsche, Gewürze, Leder, Speck, Veilchen, Trüffel, grüne Paprika und Tabak Mund: Eine gute Säure und sehr wenig Tannin, trink ihn kühl bei 17° C, fruchtig mit „Snap“ und passt super zu Bündnderfleisch, einem kalten Schweinsbraten. Ein Wein den man auch nur so trinken kann. Geht auch wunderbar zu Snacks und ist grundsätzlich ein Wein ohne Gedöns.
Seine Geschichte ist witzig:
Da sitzt du also mit einem Glas in der Hand, willst dir gerade etwas Kluges über diesen Wein zurechtlegen, und im nächsten Moment hat dein Hund beschlossen, dass jetzt der falsche Zeitpunkt für jede Form von Konzentration ist. Die Pointe war da, aber sie ist in derselben Sekunde wieder verduftet. So ungefähr fühlt sich Gourmandise 2023 an, ein Wein, der dir zuerst ein Lächeln schenkt und dann einfach macht was er will.
Denn während der Mont Ventoux in der Ferne flimmert und die Luft über den trockenen Hügeln von Beaumes-de-Venise steht wie eine Fata Morgana, weht einem schon beim ersten Schluck dieser Duft von südlicher Würze entgegen. Ein bisschen Marktstand zwischen Kräutern, Trockenfrüchten und schwarzem Pfeffer, ein bisschen staubige Strasse am Rand der Provence, ein bisschen Rennrad-Tempo wie an der Tour de France, wenn das Peloton durch diese windgepeitschte Landschaft schiesst und alles nach Sonne, Stein und Abenteuer schmeckt.
Und genau so schmeckt auch dieser Wein, nicht geschniegelt, nicht auf Hochglanz poliert, sondern mit Ecken, Charme und einer schönen Portion Direktheit. Ein Glas davon, und plötzlich ist da diese Mischung aus Würze, Frucht und leichtem Provokationspotenzial, als wolle der Wein sagen „Nimm mich nicht zu ernst, aber unterschätz mich auch nicht“. Vielleicht ist das seine Geschichte. Solltest du mal die Gelegenheit haben, ihn selber zu trinken, schreib mir eine E-Mail und lass uns deine Geschichte dazu wissen. Wir sind gespannt!
Der Song zum Wein
P.S. Die "Sängerin" hat das mit den französischen Namen noch nicht so gut drauf 😉
Erinnerst du dich an den Blogpost über Rosé reloaded? Nein? Dann findest du ganz am Ende dieses Posts den passenden Link. Jedenfalls erkläre ich darin, wie Rosé hergestellt wird und recht viel über die verschiedenen Arten. Es gibt sogar einen Podcast darüber.
Im Rosé Blogpost, erwähne ich den Tavel. Damit du nicht gleich rüberswitchen musst, um zu wissen von was ich heute rede, hier ein Kurzausschnitt:
Tavel & strukturierte Rosés – ein Rosé, der mit am Tisch sitzen will
Und dann gibt es die Rosés, die nicht nur hübsch aussehen wollen, sondern ganz klar am Esstisch mitdiskutieren. Klassische Vertreter findest du etwa in Tavel (Rhône) oder in manchen Regionen wie dem Burgenland oder Südfrankreich. Hier wird mit längerer Maischestandzeit, höherem Extrakt und teilweise auch mit Holzausbau gearbeitet.
Die Weine sind dunkler in der Farbe, dichter im Mundgefühl, würziger und mit spürbarer Tanninstruktur. Sie erinnern ein bisschen an leichte Rotweine, behalten aber die saftige, kühle Frische eines Rosés. Genau die richtige Wahl für Grilladen, Lamm, mediterrane Küche oder kräftigere Mezze; also dann, wenn der „Balkonrosé“ aromatisch einfach zu leicht wäre.
Jetzt muss ich ein bizzi ausholen! Serge ist ja bekanntlich ein grosser Radrennfan und damit natürlich darf da die Tour de France nicht fehlen. Diese pedalten in diesem Jahr recht nahe der Schweizer Grenze durch. Genauer bei Les Rousses. Wir fuhren also am Samstag hin, suchten uns einen gäbigen Platz für den Van, um dann darin zu übernachten. Dies (haben wir am Tag danach festgestellt) übrigens nur 30 Meter hinter der Schweizer Grenze. Genauer an der Waadtländer Grenze.
Damit wir an diesem abgelegenen Parkplatz etwas zu futtern hatten, war ein Halt beim Intermarché in Les Rousses Pflicht. Nebst leckerem Käse, Paté etc. fand ich per Zufall in der Weinabteilung einen Tavel. Logo griff ich da zu! Schon nur, um dir darüber berichten zu können.
Retour vom mega spannenden Rad Event, degustierten wir diese Woche nun den
Tavel 2025
AOP, Cru des Côtes du Rhône
Alkohol: 13.5 % Farbe: Ziegelrot
Nase: rote Beeren, Himbeeren, Meertrübeli (rote Johannisbeeren, grüne Melone und grüne Pepperoni Mund: fruchtig, erfrischend, süffig, rund und mineralisch. Letzteres hat er dem Boden aus Kalkstein mit Meeresediment zu verdanken.
Ein Wein, den man auch ohne etwas trinken könnte, mit etwas fettigem, würzigen Essen aber alles aus ihm rausholt.
Seine Geschichte geht so:
Er kommt zu spät. Natürlich kommt er zu spät. Nicht aus Unhöflichkeit, sondern weil irgendwo unterwegs ein Gespräch spannender war als die Uhr. Als er dann endlich auftaucht, bringt er die Abendluft mit sich, ein wenig Sonne und dieses unbestimmte Gefühl von Ferien, das plötzlich im Raum liegt.
Er küsst links, küsst rechts, lacht, sagt irgendetwas auf Französisch, das nicht alle verstehen, aber alle mögen. Und ehe man sich versieht, steht er nicht mehr am Rand. Denn er war nie für den Rand gemacht. Er gehört dorthin, wo die Gläser klirren, wo Brot gebrochen wird, wo Paté und französischer Käse die Runde machen und jemand noch schnell eine Rilette auf den Tisch stellt. Genau dort entfaltet er sich, leicht, ungezwungen, mit diesem charmanten Selbstverständnis, das alles ein bisschen einfacher macht.
Er spricht mit allen. Und er hört zu. Selbst die Stillen zieht er sanft ins Gespräch, ohne Druck, fast spielerisch. Und wenn jemand mit einem Schatten auf der Seele kommt, dann merkt er es sofort. Kein grosses Aufheben und kein Mitleid, nur ein schiefes Lächeln, ein klarer Blick und ein Satz, der plötzlich fröhlicher macht. «Komm, setz dich. Das Leben wartet nicht.» Und irgendwie tut es das auch nicht mehr. Denn mit ihm wird aus einem gewöhnlichen Abend ein bisschen klarer, ein bisschen heller und lebendiger.
Er ist keiner, der zuschaut. Er ist der, der dich mitten ins Leben zieht.
Die Freitagsflasche ist da und heute wird’s leicht. Also so richtig leicht. Fast schon verdächtig leicht. Wir sind nämlich über den Terrasse 2025 AOC La Côte, einen Chasselas aus der Schweiz, gestolpert. Ein low alcohol Wein mit nur 10% Alkohol. Früher hätte man gesagt: „Und wo ist der Rest geblieben?“
Terrasse 2025 – Grand Cru, AOC La Côte
Klingt schon nach Dolce Vita, oder? Fehlt nur noch der See, die Sonnenbrille und jemand, der dir den Alltag vom Leib wedelt.
Und keine Angst: Das hier ist kein komisches 0%-Experiment aus dem Labor. Das ist ganz normaler Wein. Einfach mit etwas weniger Wumms was ihn gerade ziemlich sexy macht.
Alkohol: 10% Farbe: Lindenblüten
Nase: Aprikose, Birne, Holunderblüten und so ein Hauch Vanille, der sagt: „Ich könnte auch anders, aber ich will heute nicht. Mund: Frisch, fruchtig, leicht mineralisch, ein bisschen Zitrus und vor allem unglaublich easy drinking. Die 10% merkt man, aber eher so wie ein leichter Flirt. Nicht wie eine toxische Beziehung.
Das ist der Wein, den wir trinken, wenn wir eigentlich nur „ein Glas“ wollten… und plötzlich ist die Flasche leer. Upsi. Er erinnert ein bisschen an einen gespritzten Weisswein, einfach ohne Verwässerung. Süffig, harmonisch und gefährlich unkompliziert.
Passt imfall perfekt zu Sushi! Wir haben das getestet, wie das Bild beweist.
Dieser Wein ist nichts für schwere Gedanken. Der ist für barfuss auf der Terrasse abhängen, leicht zerzauste Haare und dieses „Mir doch egal, wir bleiben noch ein bisschen“.
Und natürlich hat er uns wieder eine Geschichte erzählT
Du kennst sie sicher noch. Die Frau aus der Raffaello-Werbung. Immer ein bisschen zu perfekt, immer irgendwo zwischen Meeresbrise und „Ich habe nie Stress“. Genau sie sitzt da. Oder zumindest ihre leicht realistischere Cousine.
Eine Terrasse, irgendwo am Wasser. Vielleicht am Genfersee. Vielleicht auch einfach an einem Ort, der sich genau so anfühlt. Weisses Metalltischchen. Leicht verwittert, aber stilvoll. Darauf: ein gekühltes Glas „Terrasse“. Sie trägt einen oragen, breitkrempigen Strohhut, der perfekt zur Abendsonne passt. Die Sonnenbrille ist gross, elegant, ein bisschen wie eine Diva. Ihr Leinenkleid? Cremefarben, locker, bewegt sich im Wind. Neben ihr liegt ein Buch. Offen. Ungelesen.
Weil sie gerade Wichtigeres tut. Sie nimmt einen Schluck Wein. Schliesst für einen Moment die Augen. Die Welt wird leiser. Keine Termine. Keine Nachrichten. Kein „nur schnell noch“.
Nur das entfernte Plätschern des Wassers und ein paar Schwalben, die durch den Himmel schneiden. Sie lächelt. So ein feines, kleines Lächeln. Nicht für die Kamera. Einfach für sich.
Und genau in diesem Moment verstehen wir, was dieser Wein eigentlich will: Nicht beeindrucken. Nicht überfordern. Einfach… kurz alles ein bisschen leichter machen.
Bevor ich es vergesse! Den "Terrasse" Chasselas Grand Cru bekommst du bei Denner.
Heute gibt es zur Freitagsflasche übrigens keinen Song. Ab nächster Woche kommst du dann wieder in Genuss.
La Porte de Novembre ICE ist kein Wein, der brav im Regal wartet, bis die Feiertage anfangen. Diese Linie mischt seit den 1960er-Jahren in der Walliser Weinszene mit und sie hat sich von Anfang an auf die süssliche bis süsse Seite geschlagen. ICE ist ihr schäumender Freitagsableger: hier eine Assemblage blanc, die genau dort ansetzt, wo spät gelesene, aromatische Trauben Lust auf Zucker, Perlage und gute Laune machen.
Maison Gilliard arbeitet für La Porte de Novembre bewusst mit späteren Herbstlesen. Wenn es Richtung November geht, steigen Zuckergehalt und Aromendichte, während die Säurestruktur reif und stabil bleibt, ideal, um Weine mit Restsüsse zu ernten, die nicht klebrig werden, sondern charmant und lecker bleiben. Bei ICE bedeutet das, die Basis kommt aus Most mit genügend natürlichem Zucker, damit nach der Schaumweinbereitung eine spürbare Süsse stehen bleiben darf und von der Säure eingefangen wird. Du bekommst also nicht einfach „süss“, sondern eine balancierte Süsse, die die Frucht trägt.
Die ganze Porte-de-Novembre-Familie spielt in diesem süsslichen Kosmos, von stillen Weinen mit Restsüsse über verschiedene perlende Varianten bis hin zu ICE als süssem Schaumwein für die unkomplizierten Momente. Sie sind dafür gemacht, Dessert zu flankieren, Apéros zu versüssen oder einfach diesen „Ich brauche heute etwas Charmantes im Glas“-Moment zu bedienen. ICE setzt dabei den verspieltesten Akzent, feine Perlage, deutlich süss, aromatisch, mit einem klaren „easy drinking“-Anspruch.
Wir haben ihn für dich degustiert, hier kommt
La Porte de Novembre ICE
Assemblage blanc Vin pétillant doux VPD Suisse
Alkohol: 9 % Farbe: Melonengelb
Nase: Holunderblüten mit frischen Früchten, nichts das überwiegt, also sehr ausgeglichen. Vanille, bizzi Passionsfrucht und Nektarine. Also fruchtig, frisch. Mund: Ähnlich perlend wie ein Moscato aber trockener, süss aber doch nicht zu sehr. Eine angenehme Süsse. Im Mund ist der Boden gut zu erkennen, mit ein wenig Schiefer. Ein richtig süffiger Wein.
Seine Geschichte erzählt er so:
La Porte de Novembre ICE ist der klassische Sommerwein für Runden, in denen die Stimmung schneller steigt als die Temperatur auf dem Balkon. Die Flasche sitzt mitten im Geschehen, zwischen grünen Oliven von Betty Bossi, Partygebäck und dem ganz normalen „Was für eine Woche…“-Seufzer, der beim ersten Einschenken verschwindet.
Das ist kein Wein für stille Momente und philosophische Monologe. Das ist ein Wein für Girlsnights und alle, die heimlich finden, sie sollten viel öfter an einer solchen teilnehmen. Man plant eigentlich „nur einen gemütlichen Apéro“ und merkt, dass eine Flasche La Porte de Novembre ICE ungefähr so lange hält wie ein gutes Gespräch über Ferienpläne, Beziehungsgeschichten und die Frage, ob man die Chips wirklich teilen muss. Deshalb: Kauf mindestens zwei Flaschen. Eine ist schneller leer, als du „Freitagsflasche“ sagen kannst.
Zu diesem Wein gehören Menschen. Er ist kein Solo‑Projekt für nachdenkliche Sofaabende, sondern ein Partnerwein, er braucht Stimmen, Gelächter, Gläser, die sich berühren. Wichtig! Er will eiskalt ins Glas, sonst wird er beleidigt und verliert seinen frechen Schwung.
Mit La Porte de Novembre ICE wird viel gequatscht, gelacht und angestossen. Es entstehen Selfies, Ussies, kleine Videos für die Instastory, vielleicht ein Reel, das nie gepostet wird, aber beim Anschauen nochmals alle zum Lachen bringt. Die Partystimmung ist im Glas eingebaut, du musst sie nur einschenken.
Geh und hol dir eine dieser Flaschen. Der Rest der Geschichte passiert ganz von alleine, auf deinem Balkon, am Küchentisch, am See oder dort, wo dein Freitag zur Freitagsflasche wird.
Manchmal weiss man schon im ersten Moment: der hier wird lustig.
So passiert bei unserem Besuch in der Tonnellerie Sother. Zwischen all den Flaschen stand er plötzlich da, violett, frech, ein bisschen zu laut für einen klassischen Rosé. Und genau deshalb perfekt. Rémi grinste nur und meinte, man müsse Wein nicht immer so ernst nehmen. Schon gar nicht diesen hier. Pool, Sonne, Freunde, fertig.
Ja gut. Überredet. Wir haben die Flasche auch noch eingepackt.
Zuhause dann der nächste «Moment»: «Servir bien frais avec des glaçons!» Eiswürfel. Im Wein. Natürlich haben wir das ausprobiert. Und ja, genau so funktioniert er.
Bacchus Wave
100% Pinot Noir
Alkohol: 13% Farbe: Irgendwo zwischen «was passiert hier?» und «ich will Sommer».
Nase: Die volle Ladung Frucht, mit Waldbeeren, Himbeeren, Sauerkirschen. Alles sehr rosétypisch, aber irgendwie mit mehr Augenzwinkern. Mund: leicht, verspielt, unkompliziert. Kein grosses Nachdenken, kein Analysieren. Einfach trinken und merken: das macht gerade ziemlich viel Spass.
Und dann kam der Punkt, an dem wir offiziell alle Degustationsregeln gebrochen haben: Chips und Erdnüssli. Noch nie gemacht. Aber dieser Wein hat förmlich danach geschrien. Und plötzlich sassen wir da, mit Glas, Snacks und einem breiten Grinsen im Gesicht.
Diese Geschichte bringt er mit:
Stell dir das nicht einfach vor, geh kurz rein.
Später Nachmittag, die Hitze hängt noch in der Luft, so diese schwere Sommerwärme, die alles ein bisschen langsamer macht. In der Ecke steht ein viel zu grosser Eimer, randvoll mit Eis. Darin ein paar Flaschen Bacchus Wave, beschlagen, fast schon am Schwitzen. Daneben irgendwo noch Bierflaschen, halb vergessen.
Die ersten sind schon im Pool. Andere sitzen am Rand, Füsse im Wasser, Glas in der Hand. Niemand fragt, ob das jetzt «richtig» ist. Niemand diskutiert über Aromatik oder Struktur. Bikini, Shorts, nackte Schultern, fertig. Die Musik läuft. Reggae, aber nicht zu clean, eher so ein moderner Mix mit Beat, der hängen bleibt. Einer dreht ein bisschen lauter, keiner beschwert sich. Irgendwo wird gelacht, irgendwo plätschert Wasser, irgendwo klirren Eiswürfel im Glas.
Und genau da kommt der Bacchus Wave ins Spiel.
Eingeschenkt, eiskalt, mit ein paar Eiswürfeln drin. Jepp, genau so! Kein grosses Zögern mehr. Einfach machen. Der erste Schluck, und du bist nicht mehr Beobachter. Du bist mittendrin.
Der Wein wird Teil der Stimmung. Oder vielleicht ist er sogar der Auslöser. Gespräche werden lauter, Bewegungen lockerer, alles wird ein bisschen egaler, im besten Sinn. Keiner will beeindrucken. Keiner will bewerten. Es geht einfach nur darum, dass es sich gut anfühlt.
Wir hatten übrigens beim Degustieren «Fun, Fun, Fun» von den Beach Boys laufen. Und sagen wir es so: sitzen bleiben war komplett unrealistisch. Irgendwann standen wir am Tisch und haben mitgesungen und getanzt.
Der Bacchus Wave ist kein Wein für lange Diskussionen oder Punktebewertungen. Er ist für genau diese Momente.
Hitze auf der Haut. Freunde um dich herum. Musik, die nicht aufhört. Ein Glas in der Hand, Eiswürfel, die leise klirren.
Und dieses Gefühl: genau jetzt ist alles richtig.
Bekommst du direkt bei Sother – online oder am besten gleich vor Ort. Macht definitiv mehr Spass.
Und was natürlich nicht fehlen darf? Der passende Song!
Ist dir die Schweizer Garde ein Begriff? Tief in meinem Herzen hoffe ich das. Denn seit 1506 beschützen sie den Papst im Vatikan und dafür muss man wirklich kein Katholik sein, um das beeindruckend zu finden. Als stolze Schweizer finden wir, dass man die einfach kennen sollte.
Guardia Svizzera Pontificia Wein im Glas
Mit gerade mal 135 freiwilligen Schweizern – alle katholischen Glaubens – ist sie die kleinste Armee der Welt. Aber unterschätze sie nicht! Top trainiert, hochdiszipliniert und immer auf Zack. Ihre farbenprächtigen Uniformen sind nicht nur Tradition, sie stehen für Beständigkeit, Loyalität und eine Geschichte, die über 500 Jahre zurückreicht.
Was viele nicht wissen, diese Geschichte wird auch im Glas weitererzählt.
Die Tenuta San Giorgio in der Toskana, ist seit 2010 offizieller Weinlieferant der Päpstlichen Schweizergarde. Die Verbindung entstand mit dem Jahrgang 2005 ihres Ugolforte und passt fast schon poetisch gut. Der Namensgeber des Weinguts ist der Heilige Georg, Sinnbild für Mut, Tugend und den Sieg des Guten über das Böse. Werte, die auch die Garde seit Jahrhunderten verkörpert.
Seither entstehen hier Weine, die der Schweizergarde gewidmet sind, gedacht für offizielle Anlässe und besondere Momente. Keine Massenware, sondern flüssige Symbolik.
Und genau so eine Flasche steht heute im Fokus unserer Freitagsflasche. Fast eine Rarität, nicht gemacht für die breite Masse, sondern für Bedeutung.
Guardia Svizzera Pontificia 1506
Tenuta San Giorgio Toscana IGT
Traubensorte: 100% Vermentino
Alkohol: 13% Farbe: Strohgelb
Nase: Birne, Holunderblüten, Banane, grüne Chrosle, Zitrusfrüchte. Mund: Frisch und strukturiert, zitronig und mineralisch. Klar, geradlinig, „senza fronzoli“. Und mit beeindruckender Persistenz. Ein Wein, der nach Küste ruft, nach Fisch, Meeresfrüchten, Apéro, jungem Pecorino und grünen Oliven.
IGT bedeutet übrigens „Indicazione Geografica Tipica“. Heisst konkret, die Trauben stammen aus der Region – hier Toscana – und der Winzer geniesst mehr Freiheit in der Stilistik, als bei einem DOC oder DOCG.
Vermentino ist vermutlich ein Verwandter der Malvasia und kam im Mittelalter aus Spanien nach Italien. Die Sorte liebt die Nähe zum Meer und genau das schmeckt man, Frische, Salz, Wind. Ein Wein, der jung getrunken werden will und genau darin glänzt.
Diese Geschichte ist seine
Dieser Vermentino ist kein lauter Wein. Er ist Haltung. Er steht im Glas wie ein Gardist im Dienst, aufrecht, klar, präsent. Sein Schimmer erinnert an den polierten Brustpanzer in der Sonne des Vatikans. Seine Frische ist präzise wie ein Kommando, seine Mineralität schnörkellos wie die Pflicht. Und dann setzt er Akzente, spitz, direkt, fast wie die Klinge einer Hellebarde.
Da ist jedoch auch die andere Seite, ruhig, kontrolliert, würdevoll. Kein Muskelspiel, kein Übertreiben. Einfach Präsenz. Genau wie im Gesicht eines Gardisten, freundlich, bestimmt, unerschütterlich. Ein Wein, der nicht gefallen will, sondern überzeugt. Der nicht laut ist, sondern bleibt.
Seit meinen 13 Jahren, die ich in der Toscana gelebt habe, bin ich ein grosser Vermentino-Fan. In der Schweiz habe ich lange keinen gefunden, der mein Herz wirklich erreicht. Bis jetzt.
Wenn du also noch nicht weisst, was Vermentino kann, tu dir selbst einen Gefallen und öffne diese Flasche. Du bekommst keine Interpretation. Du bekommst Charakter. Und vielleicht genau den Moment, in dem du diese Rebsorte verstehst.
Du findest ihn übrigens ganz unkompliziert bei Coop.
Und wie immer, habe ich einen Song für diesen Wein kreiert. Und dem
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