Freitagsflasche: Arrogant Frog Rosé 2025

von | 8. Mai 2026 | Weinempfehlungen & Degustationen

Noch kein Plan, was dieses Weekend ins Glas kommt? Kein Problem, wir haben da etwas für dich. Willkommen zur Freitagsflasche – oder anders gesagt: die wohl einfachste Entscheidungshilfe für deinen nächsten Weineinkauf.

Und ja… diese Empfehlung hat eine kleine Coop-Story.

Wir wohnen ja gefährlich nahe beim Coop in Avenches. Gefährlich deshalb, weil dort in letzter Zeit regelmässig degustiert wird. Und wenn die Degustations-Dame dich schon von Weitem erkennt und fragt: „Möchten Sie probieren?“ ja was soll man da noch sagen ausser: natürlich!

Die Auswahl war dieses Mal eher klein (für Coop-Verhältnisse fast schon minimalistisch), aber genau das hat sich als Glücksfall herausgestellt. Rotwein? Haben wir genug im Weinkühlschrank. Aber bei Rosé und Weiss? Da ist immer noch Luft nach oben und genau da kam dieser Kandidat ins Spiel.

Und ganz ehrlich: Diesen Wein hätten wir ohne Degustation ziemlich sicher stehen lassen. Aber genau deshalb gibt es diese Rubrik. Damit du auch ohne zu degustieren weisst, was sich lohnt. Gäbig, gäu.

Also, Bühne frei für:

Arrogant Frog Rosé 2025
IGP Pays d’Oc – Südfrankreich

Traubensorten: Grenache Gris, Grenache, Sinsault, Caladoc
Alkohol: 12.5%
Farbe: Hautfarben
Nase: Waldbeeren vorneweg, dahinter schleicht sich eine leicht grüne Pepperoni-Note an (keine Angst, subtil!), dazu Aprikose, Holunderblüten und ein Hauch Honig.
Mund: Eine richtig schöne, lebendige Säure, mineralisch, frisch und mit einer Energie, die dir fast entgegenspringt. So ein Wein, den man eigentlich gar nicht schlucken möchte, weil er im Mund einfach zu viel Spass macht. Fruchtig, verspielt und absolut sommerlich.

Das ist übrigens auch so ein Wein, den du problemlos hinstellen kannst, wenn du nicht genau weisst, was deine Gäste mögen. Funktioniert. Immer. Haben wir getestet, kürzlich mit jemandem der von sich selbst sagt, er habe „null Ahnung von Wein“. Fazit: Glas leer (mehrmals), Begeisterung gross.

Und das „Arrogante“? Ganz klar der Preis-Leistungs-Faktor. Der Wein spielt locker in einer Liga, wo andere deutlich mehr kosten. Ein kleiner Angeber also, aber einer, den man gerne am Tisch hat.

Passt wunderbar als Apérowein, zieht sich aber genauso entspannt durch den ganzen Abend bis hin zur Käseplatte. Einer von denen, die einfach bleiben dürfen.

Und dann ist da noch diese kleine Geschichte, die er erzählt:

Du bist irgendwo in Südfrankreich mit dem Velo unterwegs. Es ist warm, du hast Hunger, suchst ein Restaurant. Du findest eins, sieht ein bisschen schräg aus, ein wenig unscheinbar, mit einem Schild, bei dem du dich fragst: „Soll ich da wirklich rein?“

Du gehst trotzdem.

Und dann passiert’s: Gang für Gang wird zur Offenbarung. Alles ist überraschend gut. Der Patron? Anfangs eher zurückhaltend, fast schon distanziert. Und genau deshalb denkst du kurz: „Hmm… kommt da noch was?“

Oh ja, es kommt.

Jean-Louis der Koch, ein älterer Herr mit elegantem Schnäuzer, französisch bis ins Mark, mit Stil und Haltung. Und gleichzeitig voller Finesse und Vielfalt, genau wie seine Küche. Er regiert über sein Reich und bringt dir die leckersten Überraschungen auf den Tisch.

Und genau so ist auch dieser Wein. Unterschätzt ihn nicht.


Mein Song für dich über den Arrogant Frog

Für wen ist dieser Wein?

Für alle, die einen unkomplizierten, aber nicht langweiligen Rosé suchen. Für Gäste, bei denen du den Geschmack nicht genau kennst. Für Apéroliebhaber und alle, die gerne viel Genuss für erstaunlich wenig Geld im Glas haben.

Und jetzt ehrlich: Wenn ein Wein so viel für so wenig Geld kann, wäre es fast arrogant ihn nicht mitzunehmen. Lass dir diesen Frosch nicht entwischen!

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