Freitagsflasche: Guardia Svizzera Pontifica 1506 Vermentino aus der Toscana

von Christina | 19. Juni 2026 | Weinempfehlungen & Degustationen, Wein & Genuss

Ist dir die Schweizer Garde ein Begriff? Tief in meinem Herzen hoffe ich das. Denn seit 1506 beschützen sie den Papst im Vatikan und dafür muss man wirklich kein Katholik sein, um das beeindruckend zu finden. Als stolze Schweizer finden wir, dass man die einfach kennen sollte.

Guardia Svizzera Pontificia Wein im Glas

Mit gerade mal 135 freiwilligen Schweizern – alle katholischen Glaubens – ist sie die kleinste Armee der Welt. Aber unterschätze sie nicht! Top trainiert, hochdiszipliniert und immer auf Zack. Ihre farbenprächtigen Uniformen sind nicht nur Tradition, sie stehen für Beständigkeit, Loyalität und eine Geschichte, die über 500 Jahre zurückreicht.

Was viele nicht wissen, diese Geschichte wird auch im Glas weitererzählt.

Die Tenuta San Giorgio in der Toskana, ist seit 2010 offizieller Weinlieferant der Päpstlichen Schweizergarde. Die Verbindung entstand mit dem Jahrgang 2005 ihres Ugolforte und passt fast schon poetisch gut. Der Namensgeber des Weinguts ist der Heilige Georg, Sinnbild für Mut, Tugend und den Sieg des Guten über das Böse. Werte, die auch die Garde seit Jahrhunderten verkörpert.

Seither entstehen hier Weine, die der Schweizergarde gewidmet sind, gedacht für offizielle Anlässe und besondere Momente. Keine Massenware, sondern flüssige Symbolik.

Und genau so eine Flasche steht heute im Fokus unserer Freitagsflasche. Fast eine Rarität, nicht gemacht für die breite Masse, sondern für Bedeutung.

Guardia Svizzera Pontificia 1506

Tenuta San Giorgio
Toscana IGT

Traubensorte: 100% Vermentino

Alkohol: 13%
Farbe: Strohgelb

Nase: Birne, Holunderblüten, Banane, grüne Chrosle, Zitrusfrüchte.
Mund: Frisch und strukturiert, zitronig und mineralisch. Klar, geradlinig, „senza fronzoli“. Und mit beeindruckender Persistenz. Ein Wein, der nach Küste ruft, nach Fisch, Meeresfrüchten, Apéro, jungem Pecorino und grünen Oliven.

IGT bedeutet übrigens „Indicazione Geografica Tipica“. Heisst konkret, die Trauben stammen aus der Region – hier Toscana – und der Winzer geniesst mehr Freiheit in der Stilistik, als bei einem DOC oder DOCG.

Vermentino ist vermutlich ein Verwandter der Malvasia und kam im Mittelalter aus Spanien nach Italien. Die Sorte liebt die Nähe zum Meer und genau das schmeckt man, Frische, Salz, Wind. Ein Wein, der jung getrunken werden will und genau darin glänzt.

Diese Geschichte ist seine

Dieser Vermentino ist kein lauter Wein. Er ist Haltung. Er steht im Glas wie ein Gardist im Dienst, aufrecht, klar, präsent. Sein Schimmer erinnert an den polierten Brustpanzer in der Sonne des Vatikans. Seine Frische ist präzise wie ein Kommando, seine Mineralität schnörkellos wie die Pflicht. Und dann setzt er Akzente, spitz, direkt, fast wie die Klinge einer Hellebarde.

Da ist jedoch auch die andere Seite, ruhig, kontrolliert, würdevoll. Kein Muskelspiel, kein Übertreiben. Einfach Präsenz. Genau wie im Gesicht eines Gardisten, freundlich, bestimmt, unerschütterlich. Ein Wein, der nicht gefallen will, sondern überzeugt. Der nicht laut ist, sondern bleibt.

Seit meinen 13 Jahren, die ich in der Toscana gelebt habe, bin ich ein grosser Vermentino-Fan. In der Schweiz habe ich lange keinen gefunden, der mein Herz wirklich erreicht. Bis jetzt.

Wenn du also noch nicht weisst, was Vermentino kann, tu dir selbst einen Gefallen und öffne diese Flasche. Du bekommst keine Interpretation. Du bekommst Charakter. Und vielleicht genau den Moment, in dem du diese Rebsorte verstehst.

Du findest ihn übrigens ganz unkompliziert bei Coop.

Und wie immer, habe ich einen Song für diesen Wein kreiert. Und dem

Guardia Svizzera Pontifica Vermentino gewidmet

Juhu, fast geschafft! 🥂 Schau jetzt schnell in dein Postfach – da wartet eine E-Mail, die nur darauf brennt von dir bestätigt zu werden. Klick drauf und schon bist du offiziell Teil der „Weinmomente“-Crew. Prost auf viele genussvolle News! 🍷