Prosecco: Geschichte, Glera und Brilla! von Botter

von | 20. März 2026 | Weinwissen & Grundlagen

Es gibt Weine, die man trinkt, weil man sie kennt. Und es gibt Weine, die man trinkt, weil sie sofort gute Laune machen. Prosecco gehört ganz klar zur zweiten Sorte. Er ist leicht, fröhlich, charmant und dabei erstaunlich vielseitig. Ein Schaumwein, der nicht laut sein muss, um Wirkung zu haben.

Ich habe für Prosecco eine grosse Schwäche. Nicht für die beliebige Version, die bloss perlt, sondern für den echten Prosecco DOC, der Herkunft, Stil und Lebensfreude verbindet. Genau diese Kombination macht ihn zu einem Wein, über den man nicht nur schreibt, sondern den man auch gern im Glas hat.

Woher Prosecco kommt  

Der Name Prosecco geht ursprünglich auf ein Dorf bei Triest zurück. Heute steht Prosecco jedoch vor allem für ein klar abgegrenztes Herkunftsgebiet in Norditalien, hauptsächlich in Venetien und Friaul‑Julisch Venetien, sowie für einen geschützten Stil mit definierten Regeln. Prosecco DOC ist damit nicht einfach irgendein Perlwein, sondern ein Wein mit Herkunft, Geschichte und Profil.

Gerade das macht ihn so interessant. Hinter dem spritzigen Glas steckt ein Produkt, das eng mit Region, Tradition und modernem Weinverständnis verbunden ist. In Projekten wie Cheers & Cheese to EU wird genau dieser europäische Gedanke sichtbar: Prosecco DOC als Teil einer Genusskultur, die Herkunft und Lebensfreude zusammenbringt.

Die Rebsorte Glera  

Was viele als Prosecco‑Traube bezeichnen, heisst heute offiziell Glera. Das ist die Hauptrebsorte, aus der Prosecco DOC gemacht wird. Sie bringt genau jene Eigenschaften mit, die Prosecco so beliebt machen: Frische, feine Frucht, Blütenaromen und eine lebendige Säure.

Typisch sind Noten von grünem Apfel, Birne, Zitrus, weissen Blüten und manchmal ein Hauch von Melone. Glera ist keine laute Diva, sondern eine Rebsorte mit Eleganz und Klarheit. Und genau deshalb eignet sie sich so gut für einen Schaumwein, der Frische zeigen soll, ohne schwer zu wirken.

So entsteht Prosecco  

Prosecco wird in der Regel mit der Charmat‑ oder Martinotti‑Methode hergestellt. Dabei findet die zweite Gärung nicht in der Flasche statt, sondern in Drucktanks aus Edelstahl. Das hat einen grossen Einfluss auf den Stil: Die fruchtigen, frischen Aromen bleiben erhalten und der Wein wirkt leichter und direkter (das mag ich an ihm, diese Direktheit) als viele traditionell in der Flasche vergorenen Schaumweine.

Genau das ist der Grund, warum Prosecco so oft nach Frühling, Apéro und unkompliziertem Genuss schmeckt. Es geht nicht um schwere Hefearomen oder lange Reife im Stil eines Champagners, sondern um Frische, Trinkfluss und eine animierende Perlage. Prosecco soll nicht beeindrucken, indem er kompliziert ist. Er überzeugt, weil er gut gemacht und herrlich zugänglich ist. Ich finde Prosecco grundsätzlich auch ziemlich cool, wenn man nicht gleich 50 Franken für eine Flasche Champagner ausgeben kann oder will.

Warum man Prosecco trinken sollte  

Weil er das Leben ein wenig heller macht! Prosecco ist ein Wein für Momente, die leicht sein dürfen: Ein Apéro mit Freunden, ein spontanes Abendessen, ein Sommerabend auf der Terrasse oder ein kleiner Feiermoment ohne spezifischen Anlass. Er bringt genau jene Mischung aus Eleganz und Unkompliziertheit mit, die man in vielen Situationen schätzt.

Besonders schön ist Prosecco auch am Tisch. Er passt zu Antipasti, Meeresfrüchten, frittierten Häppchen, leichten Pastagerichten, Gemüse, mildem Käse und natürlich zu einem feinen Apéro mit Grissini, Oliven oder Prosciutto. Und wenn ein Wein gleichzeitig leicht, freundlich und vielseitig ist, dann ist er nur sehr selten fehl am Platz.  

Cheers & Cheese  

Ich habe Prosecco auch in meinem Beitrag zu Cheers & Cheese to EU wieder sehr bewusst als Teil eines kulinarischen Zusammenspiels erlebt. Dort traf Prosecco DOC auf Grana Padano DOP – eine Kombination, die nicht nur gut klingt, sondern auch geschmacklich Sinn ergibt. Der Käse bringt Würze und Tiefe, der Prosecco Frische und Leichtigkeit. Zusammen entsteht Balance.

Das ist auch ein schönes Beispiel dafür, wie man Prosecco über den Apéro hinaus denken kann. Er ist kein Wein, der nur allein im Glas funktioniert. Er kann Speisen heben, Texturen begleiten und salzige wie cremige Komponenten wunderbar ausgleichen.

Brilla! von Botter  

Ein Prosecco, der mir besonders aufgefallen ist, ist Brilla! Prosecco DOC von Casa Vinicola Botter. Botter ist ein familiengeführtes Unternehmen aus Venetien mit langer Tradition im Weinhandel und Export. Brilla! ist dabei nicht nur ein Produktname, sondern ein kleines Stil‑Statement.

Das Auffällige an Brilla! ist zuerst die Flasche: geschliffen, markant und sofort wiedererkennbar. Sie wirkt fast wie ein Designobjekt auf dem Tisch. Dann natürlich das mega glitzernde (brillierende) Etikett. Im Glas zeigt Brilla! den klassischen Prosecco‑Charakter: hell strohgelbe Farbe, fruchtige Nase mit Zitrusnoten, feine Perlage und ein leichter, sauberer Auftritt am Gaumen. Es gibt ihn übrigens auch noch als Rosé, der dem regulären Prosecco in nichts nachsteht.

Brilla! ist damit ein guter Vertreter eines modernen Prosecco‑Stils: hübsch anzusehen, aber nicht bloss Show. Der Inhalt hält mit dem Äusseren mit. In der Schweiz findest du ihn in der Regel bei DENNER im Regal. In Deutschland u.a. bei REWE.

Prosecco mit Stil  

Prosecco ist heute definitiv mehr als ein spritziger Klassiker für den Apéro. Er steht für Herkunft, Stil und eine Genusskultur, die leicht wirkt aber nicht oberflächlich ist. Gerade darum ist er so beliebt: Er bleibt zugänglich, ohne banal zu werden.

Brilla! von Botter zeigt, wie modern Prosecco heute auftreten kann, ohne seine Wurzeln zu verlieren. Und genau das ist vielleicht das Schönste an diesem Wein: Er erinnert uns daran, dass Genuss nicht kompliziert sein muss, um gut zu sein. Ein gutes Glas Prosecco reicht manchmal völlig aus.

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