Die besten Weinfilme & Serien: Diese Titel lohnen sich wirklich

von | 22. Apr. 2026 | Wein & Genuss

Gibt es überhaupt Weinfilme, die sich lohnen? Aber ja doch. Es sind sogar so viele, dass man den Überblick leicht verliert. Darum habe ich dir hier eine kleine, sehr subjektive Auswahl zusammengestellt. Perfekt für freie Abende, verregnete Wochenenden oder einfach, wenn du Lust auf ein gutes Glas Wein und einen passenden Film dazu hast.

Einige davon sind echte Perlen, unterhaltsam, informativ und alles andere als trocken. Voilà, hier meine Tipps für dich:

SOMM – In die Flasche

Das ist für mich bis heute einer der besten Filme, die je über Wein gemacht wurden. „SOMM – In die Flasche“ schaut hinter die Kulissen der Weinwelt: Winzerinnen und Winzer, Sommeliers, Sammler – alle kommen zu Wort, und niemand nimmt sich dabei zu ernst.

Du begegnest ziemlich coolen Sommeliers und Weinfreaks, die auch gut über sich selbst lachen können. Gleichzeitig lernst du viel über Stilistik, Regionen und Traditionen. Endlich habe ich dank dieses Films zum Beispiel den Sinn hinter Barolo verstanden.

Insgesamt ein sehr sehenswerter Film, der seine Zeit braucht. Also: Glas einschenken, bequem machen und eintauchen in die Welt des Weins.

Ein Jahr in der Champagne

Für alle Liebhaber der perlenden Lebenslust: Das ist euer Film. „Ein Jahr in der Champagne“ begleitet Produzenten durch ein ganzes Jahr und zeigt, wie viel Handwerk, Geduld und Risiko in jeder Flasche steckt.

Der Film hat mir ein neues Bild von Champagner gegeben, weg vom reinen Luxusklischee, hin zu Boden, Klima, Arbeit und Geschichte. Ich habe angefangen, die Unterschiede zwischen den Häusern, Assemblagen und Stilen bewusst wahrzunehmen und Champagner richtig zu schätzen.

Ja, Champagner hat etwas sehr, sehr Erotisches. Dieser Film erklärt, warum.

Sour Grapes

„Sour Grapes“ ist der perfekte Film für alle, die Freude daran haben, wenn ein scheinbar unerschütterliches System mal ordentlich durchgeschüttelt wird.

Die Doku erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der es schafft, sich in die Welt der Weinauktionen, Sammler und „Experten“ hineinzuschummeln, mit gefälschten Weinraritäten, aber einem unglaublichen Gespür für Inszenierung.

Sensationell, wie sich selbst ernannte Weinkenner, Sammler und Auktionshäuser über den Tisch ziehen liessen. Und faszinierend, wie kreativ dieser Mann war. Für mich zeigt der Film ziemlich deutlich: Wer Wein todernst nimmt und nur in Punkte, Labels und Prestige denkt, hat vielleicht das Wesentliche an diesem fermentierten Traubensaft nicht ganz verstanden.

Drops of God

Streng genommen ist „Drops of God“ keine Doku, sondern eine Serie, aber eine, die in jeden Wein-Content-Kanon gehört.

Die Geschichte: Ein legendärer Weinkritiker stirbt und hinterlässt eine gewaltige Weinsammlung. Seine entfremdete Tochter Camille soll sie erben, muss sich das Erbe aber in einer Reihe sensorischer Weinprüfungen verdienen. Ihr Gegner: ein brillanter japanischer Önologe, der Lieblingsschüler des Vaters.

Es ist ein Duell der Sinne zwischen Paris, Tokio und berühmten Weinregionen, in dem es nicht nur um grosse Flaschen geht, sondern auch um Familie, Identität und die Frage, wem dieses Erbe moralisch überhaupt zusteht.

Was ich an „Drops of God“ richtig cool finde: Wenn Camille degustiert, erscheinen die Aromen für sie bildlich. Weine werden zu inneren Bildern, Landschaften, Erinnerungen, Aromen. Genau das passiert bei mir auch: Wein ist für mich nie nur Geschmack, sondern immer ein ganzes inneres „Kino“ aus Farben, Stimmungen, Früchten, Blüten etc.

An einer Stelle sagt Camille sinngemäss, dass jeder Wein seine eigene Musik, seine eigene Frequenz hat. Dieser Gedanke hat mich nicht mehr losgelassen. Daraus ist mein Blogpost und Podcast „Wenn Wein Musik macht…“ entstanden – die Idee, dass jeder Wein wie ein eigenes Stück Musik ist: manche leise und introvertiert, andere laut, wild und voller Improvisation, wieder andere klar strukturiert wie eine Sonate.

„Drops of God“ ist für mich darum mehr als eine Serie über Wein. Sie erzählt davon, wie Wein in uns Geschichten, Bilder und eben auch Klänge auslöst und wie sehr Wein mit Erinnerung, Emotion und Identität verknüpft ist.

Popcorn, Chardonnay & Weinmomente

In „SOMM“ werden Sommeliers gefragt, welchen Wein sie zu bestimmten Gerichten servieren würden. Zu Popcorn kam die Idee, einen im Barrique ausgebauten Chardonnay zu trinken – weil das Buttrige und Weiche eines solchen Weins wunderbar mit dem salzigen Popcorn harmoniert.

Wie du dir vorstellen kannst, habe ich das getestet, obwohl Chardonnay nicht zu den Weinen gehört, für die ich sonst irgendwohin rennen würde. Fazit: Die Kombi ist tatsächlich richtig gut.

Such dir also einen dieser Filme (oder eine Folge von „Drops of God“) aus, schnapp dir ein Glas Wein, mach es dir gemütlich – und lass zu, dass Wein bei dir vielleicht auch Bilder, Geschichten oder sogar Musik auslöst.

Möchtest du den Text als halben Song (mit Jazz vibes) hören? Ich hab das mit Suno (KI) kreiert. Für dich. Und weil es mir Spass macht, mit all den neuen Techniken zu arbeiten.

Juhu, fast geschafft! 🥂 Schau jetzt schnell in dein Postfach – da wartet eine E-Mail, die nur darauf brennt von dir bestätigt zu werden. Klick drauf und schon bist du offiziell Teil der „Weinmomente“-Crew. Prost auf viele genussvolle News! 🍷