Weinreise Garnacha Spanien

von | 22. Juni 2025 | Spanien, Weinvideo, Weinwissen

Eine Pressereise Ins Garnachaland Spanien

“Christina, hast du spontan Lust mit auf eine Weinreise nach Spanien zu kommen? Vom 17. bis 19. Juni 2025 geht es ins Herz des Garnacha, zuerst ins Aragón, dann nach Cataluña.” Diese Anfrage von Mettler-Vaterlaus erreichte mich kurz vor unseren Ferien. Zuerst sagte ich ab, weil ich ein paar Termine geplant hatte. Nach einer halben Standpauke von Serge und meinen Nachbarn, sagte ich dann doch noch zu. Und kann nur sagen: was für ein Glück, so einen coolen Ehemann und Nachbarn zu haben! Denn es erwartete mich eine lehrreiche, spannende Reise mit einer tollen Gruppe Wein-Menschen. Die ihrerseits seit Jahrzehnten Koryphäen in ihrem Gebiet sind, sich schon kannten und mich als kleine Weinbloggerin herzlich in ihre Runde aufgenommen haben. Auch keine Selbstverständlichkeit!

Damit du dich schon mal mental vorbereiten kannst, hier die Reiseroute (Achtung, ä chli läng):

Dienstag, 17. Juni, frühmorgens von Zürich nach Madrid, mit einer überaus pünktlichen Iberia. Am Flughafen wurden wir von Aitana, welche für Asociación Garnacha – der Organisatorin dieser Reise – arbeitet, willkommen geheissen. Los ging’s mit privatem Transport Richtung Zaragoza ins erste Weingut, im P.D.O. Calatayud gelegen “Bodegas San Alejandro”. Danach weiter nach Zaragoza ins Hotel. Abends Tapas Dinner mit Carolina de Funes, Leiterin von Asociación Garnacha.

Am Mittwochmorgen Fahrt ins P.D.O. Campo de Borja, zuerst ins Weingut “Aragonesas Bodegas/Winery”, am Nachmittag ins P.D.O. Cariñena zu “Grandes Vinos Winery”. Abends retour ins Hotel. Abendessen im ältesten, immer noch “operativen” Restaurant Spaniens “Casa Lac”. Donnerstagmorgen stand zuerst eine geführte Tour durch Zaragoza auf dem Programm, anschliessend Weiterfahrt ins P.D.O. Terra Alta, zum Weingut “Cellers Unió” D.O. Montsant in Cataluña. Weiter zum Flughafen Barcelona um mit einer ausgesprochen unpünktlichen Swiss, retour nach Zürich zu fliegen. 

Uff! Viel reingepackt in diese Tage gäu. Aber ich sage dir, das war mega cool. Es wird diverse Blogartikel über diese Reise geben. Und hier gleich ein kleines Video, damit du gute Laune erhältst und auf den Geschmack kommst. (Ich habe das Video bewusst für ein vertikales Handyformat gemacht. Auf dem Bildschirm bitte verkleinern für gute Qualität).

Nach bizzi hin und her überlegen, beginne ich zuerst mit einem Intro der Garnacha Traube (in Frankreich Grenache und in Sardinien Cannonau genannt). Korrekt ausgesprochen “Garnatscha”. Der spanischen Sprache nicht wirklich mächtig, habe ich das in diesen Tagen gelernt. Du wirst jedoch in den kommenden Blogposts noch mehr über sie lernen.

Also, los geht es mit dieser einzigartigen Traube:

Garnacha

Diese windgebeutelte, einem rauen Klima mit kalten bis kühlen Nächten und heissen bis superheissen Tagen ausgesetzten Rebe; welche ihre Füsse tief in einer Varietät aus steinigem, lehmigem, sandigem, sehr trockenem Boden hat und sich wahrscheinlich öfter Regen wünscht als sie bekommt, ergibt einen fantastischen Wein, der kühl getrunken werden will (dazu in den kommenden Blogposts mehr). Ui das war jetzt ein superlanger Satz!

Traditionellerweise wird sie als Buschrebe kultiviert (niedrige Büsche, siehe Foto) und die Trauben ausschliesslich von Hand geerntet. Die Buschreben auf den diversen Weingütern lagen vom Alter her zwischen 40 und 70 Jahre. Was – wie du weisst, wenn du meinen Blog aufmerksam liest – bedeutet, geringe Quantität mit einer mega Qualität.

Neuere Rebberge werden nun auch im Cordonsystem angebaut, so dass maschinell geerntet werden kann.

Terroir

Wir erfuhren, dass an 300 Tagen im Jahr der Wind weht und zwar richtig. So fest, dass in der Gegend um Zaragoza überall Windparks stehen. Nur an unseren Tagen, da war kaum ein Lüftchen zu fühlen. Das haben die Winzer auch immer wieder betont. Da es so heiss und trocken ist und kaum regnet, wurden die Büsche recht weit auseinander gepflanzt. Ein solcher Boden kann nur wenig Reben ernähren. Diese wurzeln extrem tief, um an die benötigte Feuchte und Nährstoffe zu kommen.

Weinkooperativen

Alle Weingüter, welche wir besuchten, sind Kooperativen und bringen so Jobs ins rurale Gebiet. Aragón hat zwar mit ca. 1.3 Millionen Einwohner, die grösste Population Spaniens, davon sind jedoch 700’000 in Zaragoza. Die Dörfer werden leerer und z.T. ganz verlassen. Insofern sind solche Kooperativen Gold wert.

Sodeli, nun hast du einen kleinen Vorgeschmack bekommen. In den nächsten Tagen folgen die Blogposts über die diversen Weingüter, Weine und was ich dort neues gelernt habe.

Du darfst gespannt sein!

Salud, Christina

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