Weg vom Online Weinshop hin zu den Weinkursen

Weg vom Online Weinshop hin zu den Weinkursen

Die Weine aus dem Shop bleiben für die Weinkurse erhalten.

Gehe mit dem flow ist meine Devise, schau wie und wo es im Leben Änderungen braucht und wie du diese umsetzen kannst und willst. Diesen Sommer hat sich bei uns viel getan, unter anderem wurde uns immer klarer dass es beim Weinweib eine Änderung braucht. Wir haben uns dann dazu entschieden den Online Weinshop aufzuheben. Gleichzeitig importieren wir ab sofort keine Weine mehr, sondern kaufen sie im Inland ein.

Die Weine, welche wir bis jetzt im Sortiment haben, sind so lange an Lager bis sie aufgebraucht sind. Denn diese benutzen wir jetzt:

für die Weinkurse

Der Fokus verschiebt sich dahin. Mir macht das so viel Spass, meinen Kund:innen die Welt des Weins, der Trauben und Aromen nahe zu bringen, dass ich mich darauf fokussiere. Und wenn ich solche Rezensionen erhalte:

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ Google Rezension: «Wir hatten einen wunderbaren Weinkurs mit Christina gehabt. Authentisch, herzhaft und unkompliziert hat sie uns in die Welt der Weine geführt, mit ganz vielen persönlichen Anekdoten und Ratschlägen. Die Weine zum Degustieren hat sie extra nach unserem Gusto ausgewählt. Wir konnten alles fragen, was wir wollten und sie hat uns jeden Wunsch erfüllt. Christina ist sehr umgänglich und sehr gesellig, der Abend bei ihr „het mega gfäggt“! Danke Christina! Gerne wieder 😀”

 

Dann weiss ich, dass ich genau das Richtige tue! Meine Leidenschaft und jahrzehntelange Erfahrung über Wein kann ich vis à vis viel besser rüberbringen. Dazu ist ein Online Weinshop nicht in der Lage. So kommt auch die persönliche Beratung nicht zu kurz und meine Kund:innen dürfen mich mit Fragen löchern, ohne Bedenken zu haben. 

Die Weinkurse halte ich in kleinen Gruppen (2 bis 6 Personen) oder als Einzelkurse und somit fällt der Teil “Oh mein Gott, wenn ich jetzt xy frage, stehe ich womöglich voll doof da! Die anderen wissen das vielleicht schon” weg. Es wird Kurse für Anfänger:innen und Fortgeschrittene geben, zudem Themenabende (weiter unten im Blog steht näheres dazu). 

 

Weinkurse Bern im Degustationsraum vom Weinweib

 

Ich sag dir, schon beim Schreiben dieses Blogposts bin ich begeistert und freue mich auf dich, auf deine Familie, Freunde, Kollegen!

Weisst du, dass so ein Weinkurs auch super geht für einen Mädelsabend? Oder eine Geburtstagsüberraschung (hatte ich übrigens schon ein paar), einen Firmenanlass, einen Abend für einen Kochclub (ich kann mit Wein und Material zu dir kommen, vorher besprechen wir das geplante Essen und ich liefere den passenden Wein).

Wenn etwas still steht, braucht es eine Veränderung

Als wir im Jahr 2019 mit dem Online Weinshop begannen wussten wir, dass keiner auf uns gewartet hat. Bestellungen kamen rein, jedoch stagnierten diese in letzter Zeit und es kam zu einem Stillstand. Wer mich kennt weiss dass ich hinhöre wenn etwas (trotz gutem SEO und einzigartigen Weinen) so ruhig ist, dann agiere ich. Nun brauchen wir die vorhandenen Weine für die Weinkurse und kaufen neue dazu, die entweder von Winzer:innen aus der Schweiz kommen oder die wir passend für einen Themenabend einkaufen.

So ein Themenabend kann sein “Weine von Winzerinnen” – “ä Südöiropa Cher” – “Weissweinabend” – “Rotweinabend” etc. Du siehst, es gibt da sehr viele Möglichkeiten und auf Wunsch, stelle ich dir deinen personalisierten Weinabend zusammen.

Möchtest du trotzdem einen Wein aus unserem bisherigen Sortiment kaufen, dann geht das für dich ab jetzt bizzi komplizierter. Schreib mir eine e-mail mit den Weinen welche du möchtest, ich prüfe ob wir sie in der gewünschten Anzahl an Lager haben und du kannst dann per Vorauskasse bezahlen und wir senden (wie immer mit VinoLog) oder liefern direkt (siehe AGB und Lieferung/Versand).

Mega cool fände ich es natürlich, wenn du einen Weinkurs bei mir buchst. Oder verschenkst. Oder beim nächsten Event den du organisierst einen Weinkurs in Erwägung ziehst. Ich kann einen Kurs auch vor Ort machen, denn das ganze Material bringe ich mit.

Blogposts

 

Ich werde mich auch wieder vermehrt den Blogposts widmen. Es gibt so viel zu erzählen und mir schwirren gefühlte 1000 Ideen durch den Kopf. Wäre schade, wenn diese dort bleiben.

Deshalb auf bald!

Herzlich, Christina – Weinweib

 

Wein degustieren aber richtig! Teil II

Wein degustieren aber richtig! Teil II

Und weiter geht es mit dem zweiten Teil. Jetzt wird es noch spannender! Denn

JETZT KOMMT SCHWUNG REIN!

Nun kommen wir zum wichtigsten Teil des Wein degustierens, lange bevor wir den ersten Schluck nehmen. Das Riechen ist für die korrekte Degustation sehr wichtig. Es wird dir enorm viele Informationen über den Wein geben. Um das Beste aus dem Wein in deinem Glas zu bekommen, schwenk den Wein darin zuerst im Uhrzeigersinn, nicht gegen den Uhrzeiger. Du machst das nicht um cool auszusehen, sondern um dem Wein den nötigen Sauerstoff zur Aromenentwicklung zu geben. Es ist wie bei Parfum, das braucht auch Luft um die Noten freizusetzen. “Chris, wieso um alles in der Welt soll ich im Uhrzeigersinn schwenken?” fragst du dich jetzt.

Dafür gibt es einen einfachen Grund und ich habe in meiner über 20jährigen Erfahrung im Weingeschäft festgestellt, dass sehr viele Leute davon nichts wissen, selbst Leute im Weingeschäft nicht. Aber ich verleite dich jetzt zu einem Experiment: schwenk den Wein in deinem Glas zuerst ordentlich gegen den Uhrzeigersinn und riech daran. Ok? Und jetzt schwenk ordentlich mit dem Uhrzeigersinn und riech nochmals am Glas. Riechst du den Unterschied? Bist du Neugierig wieso das so anders riecht?

Jedes Aroma hat ein molekulares Gewicht. Wenn du mit dem Uhrzeigersinn schwenkst, nutzt du die Zentrifugalkraft um die Aromen in der richtigen Sequenz zu entfalten. Zuerst die leichten, dann die mittleren und danach die schweren Aromen. Wenn du gegen den Uhrzeigersinn schwenkst, dann presst du die leichtesten und mittleren Aromen weg und riechst nur die schwersten. D.h. mit anderen Worten, der Wein riecht flach.

STECK DEINE NASE IN DAS GLAS

 

Jetzt bist du bereit deine Nase ins Glas zu stecken. Genauso wie hier im Bild. Sei nicht scheu und bleib nicht über dem Glas hängen. Du würdest jede Menge verpassen! Steck sie ins Glas und dann nimm einen langen, tiefen Atemzug durch die Nase. Oftmals sehe ich Leute, die nur ein bisschen schnüffeln, das ist nicht lang genug. Du isst auch nicht nur das halbe Steak oder? Riech, geniesse und entscheide dann, nach was es riecht. Sind es Früchte? Kräuter? Blumen? Gewürze?

Erinnern dich die Aromen an etwas? Weisst du, so etwas wie “Oh, das riecht wie ein Tag am Meer” oder “Mmmm, da sehe ich mich am Cheminée mit einem prasselnden Feuer und dicken Socken”. Siehst Du was ich meine?

Alle Aromen sind für uns mit Erinnerungen verknüpft.

Vom Tag an, an welchem wir geboren werden, merken wir uns alle Gerüche die wir riechen. Jede Sekunde in unserem Leben. Ein Mensch kennt geschätzte 10’000 Aromen, davon sind etwa 3’000 chemisch rein. Das ist nicht schlecht oder? Ist es dir jemals passiert, dass du irgendwo hin gingst und dann riefst “Hei, das riecht genauso wie bei Grossmutter” oder “Oh wow, genauso hat es bei mir in der Schule gerochen”. Wenn du anfangen würdest zu erzählen was genau du riechst, du würdest kein Ende finden. Wie gesagt, Aromen und Erinnerung gehören zusammen und genauso ist es bei Wein. Du klinkst dich also in deine Erinnerung ein wenn du Wein degustierst. Natürlich kannst du deine Nase trainieren, zum Beispiel mit der “Weinaromabar” (mehr dazu in diesem Blopost). Wichtig zu wissen ist, dass wenn du Rotweine verkostet, du mit höchster Wahrscheinlichkeit Beerenaromen riechen wirst. Aber auch Aromen wie: Schokolade, Zeder, Kaffee, Leder, Butter, Vanille, Karamell, Trüffel, Pilz, Rauch, Lakritze und Tabak (denk an Pfeifentabak, nicht Zigaretten). Diese Aromen kommen vom Barrique. Alles was fruchtig, floral und herbal ist, kommt von der jeweiligen Traubensorte. So kann man die diversen Aromen im Wein voneinander unterscheiden.

WEIN IM MUND – DAS FINALE

Nachdem du jetzt ausgiebig am Wein gerochen und dir Zeit genommen hast, bist du jetzt bereit für das Mundgefühl. Nimm zuerst einen Schluck und spül deinen Mund gut damit aus, schluck runter und denk an nichts. Es wird mit höchster Wahrscheinlichkeit bitter sein. Du tust dies, um deinen Gaumen und Mund für die Weindegustation vorzubereiten. Einmal erledigt, nimmst du einen zweiten Schluck und wirst feststellen, dass der Wein jetzt einen ganz anderen Geschmack hat. Falls du nicht schon eine eigene Technik hast, Luft in den Mund zum Wein zu saugen, habe ich dir einen Tipp. Presse die obere Zahnreihe gegen die innere untere Lippe und sauge Luft rein. Du tust damit dasselbe wie beim Wein im Glas schwenken, du gibst nochmals Luft dazu, diesmal aber in einer kompakteren Umgebung. Nun schluckst du entweder den Wein runter oder spuckst ihn in den Spucknapf.

WEINKURS

So individuell wie du! Lern bei mir das 1×1 der Weindegustation, sei es mit Freunden, in einer Gruppe oder alleine. Für jede:n hat es den passenden Weinkurs. Immer persönlich von mir geführt.

Herzlich, Christina WeinWeib

 

 

 

Wein degustieren aber richtig! Teil I

Wein degustieren aber richtig! Teil I

Wieso degustieren wir überhaupt Wein?

Der Hauptgrund beim Wein degustieren ist, festzustellen ob er dir gefällt oder nicht. Hier beginnt und endet alles. Passt uns ein Wein in den Kram, dann kaufen wir ihn und freuen uns jeden Tag daran. Gefällt er uns nicht, verziehen wir das Gesicht und denken «Nein, das ist nicht meiner!».

Trage kein Parfüm beim Wein degustieren | Weinkurs | Weinweib | Bern

DIE VORBEREITUNG

Um das Beste aus der Weindegustation zu machen, gebe ich dir ein paar Tipps und Tricks. Ganz wichtig ist es übrigens, keinerlei Parfum oder parfumierte Lotion am Körper zu haben. Diese Aromen übertönen sonst die Weinaromen und man riecht nur noch das Parfum.
Etwa 2 Stunden vor dem Degustieren: keinen Kaffee mehr trinken, nicht Rauchen (ja, das ist ein schwieriger Teil für Raucher), keinen Kaugummi kauen und die Zähne nicht putzen. Kaffee und alles was Mentholhaltig ist, sind so intensive Aromen dass sie die Geschmacksnerven auf der Zunge anästhesieren. Man hat zudem einen bitteren Geschmack im Mund, wenn man mit dem Degustieren beginnt.

DIE RICHTIGE REIHENFOLGE BEIM DEGUSTIEREN

Ich bin mir ziemlich sicher, das du schon bei Weindegustationen mit dabei warst und weisst, wie der Hase läuft. Mir ist aber durch meine langjährige Arbeit bewusst geworden, dass viele Weintrinker nicht wissen, warum man in einer bestimmten Reihenfolge Wein degustiert. Um nächstes Mal top informiert zu sein und mit Unbeschwertheit mitzumachen, gebe ich dir hierzu ein paar Anhaltspunkte.

    • Wenn du Weisswein, Rosé und Rotwein degustieren willst, beginne immer mit dem Weissen. Gefolgt vom Rosé und schliesse mit dem Roten ab.

    • Innerhalb der gleichen Farbe, beginne mit dem leichtesten und arbeite dich zum schwersten hoch (Alkoholgehalt). Mach dasselbe in jeder «Weinfarbe». Der Grund wieso man dies tut ist folgender: Weissweine haben einen höheren Säuregehalt und kaum Tannine (Gerbsäure), Rotweine haben viel Tannine und je nach Traubensorte einen hohen oder niederen Säuregehalt. Wenn du den Rotwein vor dem Weisswein degustieren würdest, hättest du als Folge den Eindruck, Essig im Mund zu haben.

    • Es ist nicht nötig zwischen den Weinen dein Glas mit Wasser auszuspülen. Das ist etwas, was ich sehr oft sehe. Einige werden jetzt mit den Augen rollen und sich überlegen, ob sie mir nicht gleich eine e-mail schreiben wollen. Es gibt aber einen Grund wieso ich da so pingelig bin und das ist folgender: das Glas auswaschen verdünnt den Wein. Mach mal einen Test zu Hause, wasch dein Glas mit Wasser aus und lass es einen Moment stehen, du wirst überrascht sein wie viel Wasser darin zurück bleibt. Und nein, beim Degustieren dann mit einem Papiertuch austrocknen ist keine Lösung, du hast dann kleine Fussel im Glas, die sind unschön und du hast diese dann im Wein.

Es gibt aber einen anderen, professionellen, Weg den ich dir gerne verrate: wenn du Wein in der gleichen Farbe verkostest, reicht es aus, den nächsten Wein ins leere Glas zu geben. Da wir ja vom leichtesten zum schwersten Wein gehen, bildet der nächste Wein eine deckende Schicht im Glas und übertönt so den letzten. Falls du zwischen den verschiedenen «Weinfarben» das Glas wechseln kannst, ist das perfekt. Ist das nicht möglich, hier ein anderer Tipp vom Profi: gib ein wenig vom neuen Wein ins Glas und schwenke ihn gut. Dann schüttest du diesen aus. Diesen Vorgang nennt man “Avinieren” und ich weiss, dass es in einigen Kreisen als Verschwendung gilt. Du kannst diesen Vorgang auch brauchen um ein neues Glas auf den Wein vorzubereiten. Da es so sämtliche Aromen vom Glas selber eliminiert. Das ideale Glas zum Verkosten ist ein DINA4- Sommelier Glas. Diese Gläser sind speziell dafür gemacht worden, um sämtliche Weine (von Champagner bis Dessertweine) zu degustieren. In meinen Weinkursen brauche ich spezielle Degustationsgläser von einem Glashersteller aus der Schweiz. Die Form ist perfekt um alle Aromen zu riechen. Beim Weintrinken greifen wir dann wieder auf die eigens für die Weinsorten gemachten Gläser (Weisswein, Rotwein, Champagner etc.). Und noch etwas, halte dein Glas immer am Stiel! Wirklich immer. Wenn du es am Körper hältst, dann wärmst du erstens den Wein auf und zweitens hinterlässt du unschöne Fingerabdrücke am Glas.

Weinfarbe prüfen | Weinkurs | Weinweib | Bern

DAS AUGE SIEHT MIT

Sorge dafür, dass du gutes Licht und ein weisses Papier/Serviette oder ähnliches zur Hand hast. Ich beobachte oft Leute, welche ihr Glas in den Himmel strecken und den Wein anschauen. Glaub mir, da siehst du nichts.

Halte das Glas statt dessen schräg unter dich, über dem weissen Hintergrund. Siehst du den Unterschied? Wenn du das Glas so hältst, kannst du die Farbe, Intensität und Transparenz genau erkennen. Wenn es ein Weisswein ist, geht die Farbe Richtung gelb, grünlich, sieht es aus wie Stroh oder eher wie Zitrone. Ist es ein Rosé, sieht es aus wie Aprikosen, Lachs, rosa Rosen etc. Und bei Rotwein (hier haben wir sehr viele Farbtöne) geht es von Rubinrot, Kirschen, Tomaten, Blut, Rost, Granat bis zum Purpur und Violett.

Achte auch auf die Transparenz des Weines. Sieht er milchig oder flockig aus, ist er mit höchster Wahrscheinlichkeit nicht mehr gut. Wein sollte immer Transparent, ohne Rückstände, Flocken sein.

Neugierig auf mehr?

Na? Bist du schon gespannt auf den zweiten Teil? Geh und geniess ein Glas Wein, während dem ich weiter schreibe. Oder du buchst dir einen Weinkurs und lernst das 1×1 der Weindegustation bei mir vor Ort. Macht übrigens enorm Spass!

Bis dahin grüsse ich dich herzlich!

Christina

Badewannenweine

Badewannenweine

Weine für die Badewanne

Update vom 20.01.2023: da unser Online Weinshop nicht mehr existiert, ich jedoch die Weine für Weinkurse brauche, hat es den einen oder anderen hier beschriebenen noch an Lager.

Dies ist einer der meist gelesenen Blogposts und wird immer mal wieder einem update unterzogen.

Wir sind mittlerweile im Januar 2021 und  gerade hat der Bundesrat beschlossen, die Schweiz soll doch nochmals in einen Shutdown. Damit das innere Leuchten nicht verloren geht, ist sich Gutes tun und verwöhnen jetzt wichtiger denn je.

Der Winter ist noch aktiv und damit auch Zeit für kuschelige Abende. Badewannenfrauen- und Männer gefällt dies besonders gut. Weil man sich die Wanne mit heissem Wasser füllen, Kerzen aufstellen und anzünden und dann mit einem Glas Wein und evtl. einem Buch hinein steigen kann. Entspannung ist angesagt!

Ich habe dir zwei Vorschläge wenn es eher perlend sein soll: Beides Weine von Cerrino, Jungwinzer aus dem Piemont. Einerseits der locker, flockige Spumante «Memory» Extra Brut, andererseits der extrem leckere Moscato d’Asti DOCG, der Wohlfühlmomente verspricht. Denn «ein Moscato geht immer» wie die Piemonteser sagen.

Gefallen dir «stille Weine» besser? Dann gibt es gleich mehrere, welche in Frage kommen.

Chardonnay ist genau dein Ding und möchtest dich richtig verwöhnen? Von Annatina Pelizzatti aus den Bündner Herrschaften haben wir zwei luxuriöse Köstlichkeiten: Chardonnay Halde Fläsch AOC Graubünden der im Barrique ausgebaut wird. Chardonnay Malans AOC Graubünden, welcher auf reinem Schieferboden wächst. Sie erzählen dir eine Geschichte aus dem Bündnerland, vom Aufstieg auf die Alp vom Öhi oder vom warmen Wind der durchs Tal zieht und Eidechsen sich auf Schiefermauern wärmen.
Roman Rutishauser’s Kerner Buchberg AOC St. Gallen oder der Riesling-Sylvaner Buchberg AOC St. Gallen sind zwei weitere Schweizer Weissweine die du kennen solltest. Sie nehmen dich auf eine Reise mit, welche dir von fröhlichen Nachmittagen und Querflöte spielenden jungen Damen erzählen. Die Fröhlichkeit und Begeisterung von Roman sind in jedem seiner Weine drin und lassen dein Bade-Eroberer-Herz leuchten.

Möchtest du mal was eher unbekanntes ausprobieren?

Wie wär es mit einem Rosé aus 100% Nebbiolotrauben? Der Langhe Rosato DOC «Rosin» von Podere Ruggeri Corsini wird dich überzeugen. Dies ist ein Neuzugang in unserem Shop und wir sind sicher, der wird sehr gut ankommen.
Und da ich weiss, nicht jede:r mag Weisswein, für die/den haben wir eine grosse Auswahl an Rotweinen parat.
Aus dem Piemont eignet sich der Barbera d’Alba DOC von Podere Ruggeri Corsini hervorragend. Ein geselliger und fröhlicher Wein für lustige Bandewannenrunden (auch zu Zweit). Oder ein weiterer Barbera d’Alba DOC «Conca del Grillo» von Silvano Bolmida der dir Orchestermusik und ausgelassene Stimmung ins Badezimmer bringt.

Für Luxus in der Wanne sorgen gleich mehrere unserer Weine:

Grandezza Buchberg AOC St. Gallen von Roman Rutishauser, welcher dir Geschichten über das Leben erzählt und wie facettenreich es sein kann. Der «Sorso» AOC Graubünden von Annatina Pelizzatti er entführt dich in eine Oase und du vergisst Raum und Zeit. Für das absolute Luxuserlebnis sorgt «Cabernico Primo» IGT von Azienda Agricola Brama aus Salerno. Eine Sphäre mit Aromen die sich abwechseln und ich gerne mit einem Tom Ford Parfum vergleiche. Diese Rarität gibt es exklusiv bei uns im Online Shop.

Dies sind nur ein paar unserer Weine und vielleicht findest du einen, der dir noch besser passt.
So und jetzt ab mit dir in die Badewanne, geniess es und entspanne dich. Du hast es verdient.
Herzlichst, Christina WeinWeib

Wie kommen die Aromen in den Wein?

Wie kommen die Aromen in den Wein?

Wie kommen die Aromen in den Wein?

Bestimmt hast du schon Weinbeschreibungen gelesen wo stand «an der Nase Aromen von Pflaume, Waldbeeren, Zeder, Vanille und Tabak». Da stellt man sich als glücklicher Weintrinker die Frage: woher wissen die, dass diese Aromen im Wein sind? Wie kommen die auf solche Ideen? Und – last but not least – geben die Winzer diese Aromen direkt in den Wein? Mitnichten! Diese Fragen habe ich von meinen Kunden immer wieder gehört und bringe gerne Klarheit ins Glas.

Mit ziemlicher Sicherheit hast du schon mal einen 100% Merlot oder Cabernet Sauvignon, oder – zurzeit total hippen – Primitivo getrunken. Erinnerst du dich, dass jeder Wein ganz anders war? Dann liegst du richtig, denn jede Rebsorte hat ihre ganz eigenen Aromen. Dasselbe gilt auch für sämtliche Weissweine wie Sauvignon Blanc, Grauburgunder, Riesling oder Müller Thurgau. Wein ist ja eine sehr persönliche Angelegenheit und ob uns einer gefällt oder nicht, hat mit unseren Erfahrungen mit Aromen zu tun. (mehr …)

Was passiert eigentlich im Barrique?

Was passiert eigentlich im Barrique?

Viele von uns trinken Weine, die im Barriqe ausgebaut wurden. Ausgebaut heisst, dass ein Wein nach der zweiten Fermentation während einer gewissen Zeit in grossen Behältern ruhen muss. Das kann zwischen 6 Monaten bis zu 3 Jahre sein. Diese Zeit ist nötig, damit der Wein so wird, wie wir ihn kennen; und die Säure, Tannine und olfaktorischen Aromen ausbalanciert werden. Dies geschieht im Weingut z.B. in Stahltanks, aber auch in grossen Eichenfässern oder Barrique. Von den dreien ist das Barrique,  meiner Meinung nach, das  interessanteste. Es hat folgende Merkmale:

  • Es ist immer aus Eichenholz gefertigt
  • Innen «verbrannt», das nennt man “Toasting oder Röstung”
  • Normalerweise 225 Liter
  • Nutzungszeitraum in einem Weingut: 3 Jahre

Das Toasting macht den Unterschied

Ein Winzer kann aussuchen, ob das Barrique aus französischer, amerikanischer oder slowenischer Eiche hergestellt ist. Und das wohl wichtigste: die Intensität des Toastens. Diese geht von Leicht, Mittel, Mittel +, Mittel-Hoch bis Hoch. Auch ob man die beiden Abdeckungen getoastet haben will oder nicht. Dieses Toasting hat auf die Endaromen im Wein einen massiven Einfluss. Was ich daran so interessant finde ist, dass das Holz verbrannt wird und der Wein trotzdem nicht verbrannt riecht. Wenn ich Wasser oder Orangensaft reingeben würde, dann wäre es ungeniessbar, nicht so Wein.

Es passiert nämlich folgendes: beim verbrennen der Eiche setzen sich Tannine (Gerbsäuren) frei, Eiche hat von sich aus schon Tannine. Diese werden verstärkt. Der Wein, welcher ins Barrique kommt, enthält auch Tannine und diese beiden neutralisieren sich gegenseitig. Sie bilden eine sogenannte polymerische Kette. Es handelt sich also um einen chemischen Prozess! Und es geschieht noch etwas super Spannendes: es werden bestimmte Aromen freigesetzt, welche während der Ausbauzeit in den Wein diffundieren. Das sind folgende:

  • Bitterschokolade
  • Kaffee
  • Leder
  • Zeder
  • Butter
  • Karamell
  • Vanille
  • Trüffel
  • Pilze
  • Rauch
  • Lakritze
  • Tabak (denke hier an Pfeifentabak, der riecht warm und süsslich)

Alle anderen Aromen die fruchtig, floral oder herbal sind, kommen von der jeweiligen Traubensorte und dem Terroir.

Nach 3 Jahren sind die Poren des Toastings mit Weinstein verschlossen und der Tanninaustausch und das Diffundieren der Aromen hört auf. Der Winzer verkauft die leeren Barrique idR weiter an Portweinproduzenten (die sind nicht an Tanninen interessiert) Whiksydistillerien, Sherryproduzenten und manchmal auch an Bierbrauereien.

6 bis 24 Monate bleibt Wein im Barrique

Weine werden in einem Barrique normalerweise zwischen 6 bis 24 Monate ausgebaut. Manchmal auch länger. Kürzer nicht, da dann die nötige Zeit fehlt um dem Wein Aromen zukommen zu lassen. Während der Nutzungszeit von den 3 Jahren ist ein Barrique jedoch im Dauereinsatz.

Ziemlich spannend nicht?  Und all das “nur” von ein bisschen angebrannter Eiche und darin ausgebautem Wein. Quasi Magie.

Herzlichst, Christina – Weinweib